In der Nacht zu Dienstag, dem 7. Juli 2026, erschütterte erneut eine Explosion das Gelände einer Autowerkstatt am Teltower Damm in Berlin-Zehlendorf. Gegen 1 Uhr morgens hörten Anwohner Detonationsgeräusche und alarmierten die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen warf eine unbekannte Person einen Gegenstand über den Zaun der Werkstatt, der anschließend explodierte. Dabei wurden sieben Fahrzeuge beschädigt.
Ermittlungen wegen Serientäterschaft
Die Berliner Polizei hat ein Fachkommissariat für Sprengstoff des Landeskriminalamts (LKA) mit den Ermittlungen beauftragt. Die Kriminaltechnik soll ab 9 Uhr mit der Spurensicherung beginnen, sobald es hell genug ist. Es wird geprüft, ob ein Zusammenhang mit einer ähnlichen Tat Ende Juni besteht. Damals hatte ein Unbekannter ebenfalls einen explodierenden Gegenstand auf das gleiche Unternehmen geworfen, wobei 14 Fahrzeuge und das Gebäude beschädigt wurden. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen geben können.
GdP-Sprecher warnt vor Waffenschwemme
Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), äußerte sich besorgt: „Es ist ein weiterer Fall, der zeigt, zu welchem Wahnsinn Kriminelle mittlerweile bereit sind, um Machtverhältnisse und Einfluss auszuloten und Forderungen Nachdruck zu verleihen. Unsere Kollegen der BAO Ferrum leisten seit Monaten Unglaubliches und gehen allen Hinweisen nach. Sie werden auch hier alles versuchen, um die Hintergründe und eventuelle Zusammenhänge mit ähnlichen Taten in der letzten Zeit zu klären.“
Jendro ergänzte: „Jeder kann sehen, dass die Fälle, in denen mit Schusswaffen und Sprengkörpern, von Polenböllern über Kugelbomben bis Handgranaten, benutzt werden, deutlich zunehmen. Es bereitet uns große Sorge, dass schon jetzt über Kriminelle der Nachschub mit Kriegswaffen aus dem Raum Ukraine floriert und der Markt eine echte Waffenschwemme erlebt.“
Hintergrund und weitere Entwicklungen
Die Explosion am Teltower Damm ist Teil einer Serie von Vorfällen mit Sprengkörpern in Berlin. Die Polizei hat die Ermittlungen intensiviert und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim LKA zu melden. Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt, dürfte aber im fünfstelligen Bereich liegen.



