Mahnwache in Cottbus nach Brandanschlag auf alternatives Wohnprojekt
Mahnwache in Cottbus nach Brandanschlag auf Wohnprojekt

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt „Zelle 79“ in Cottbus haben Anwohner und Unterstützer eine klare Haltung gegen rechtsextreme Gewalt gezeigt. Rund 100 Menschen folgten dem Aufruf der Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ und versammelten sich zu einer Mahnwache vor dem Haus.

Brandanschlag in der Nacht

In der Nacht hatten zwei Männer Molotow-Cocktails auf das Wohnprojekt geworfen. Der Staatsschutz und die Mordkommission ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Zudem prüfen die Ermittler eine versuchte Brandstiftung, da in unmittelbarer Nähe des Hauses eine Zaunlatte am Club „Chekov“ brannte.

Tatverdächtige im Visier

Nach Angaben der Polizei sind zwei schwarz gekleidete Männer im Alter zwischen 15 und 20 Jahren tatverdächtig. Einer von ihnen soll eine Tätowierung am linken Unterarm und eine schwarz-weiß-rote Sturmhaube getragen haben – die Farben des Deutschen Reichs. Eine Bewohnerin der „Zelle 79“ hatte einen Knall gehört und die Männer anschließend gefilmt.

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Reaktionen aus der Politik

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kündigte eine „klare Kante gegen rechte Gewalt“ an. „Die jüngsten Ereignisse in Cottbus machen mich fassungslos und entsetzt“, erklärte der SPD-Politiker. „Solche Taten müssen mit aller Härte bestraft werden.“ Die Mahnwache zeigt, dass die Zivilgesellschaft in Cottbus nicht bereit ist, rechtsextreme Übergriffe hinzunehmen.

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