Deutliches Votum für Kontinuität in der Uckermark
Die Landratswahl 2026 im brandenburgischen Landkreis Uckermark hat ein klares Ergebnis gebracht: Amtsinhaberin Karina Dörk von der CDU konnte sich mit 60 Prozent der Stimmen deutlich gegen ihren Herausforderer Felix Teichner von der AfD durchsetzen, der auf 40 Prozent kam. Dieses vorläufige Endergebnis markiert nicht nur einen persönlichen Erfolg für die bisherige Landrätin, sondern sendet auch ein starkes Signal für politische Stabilität in der Region.
Kommunalpolitiker begrüßen Wiederwahl
Aus den Rathäusern der Uckermark kommen durchweg positive Reaktionen auf das Wahlergebnis. Prenzlaus Bürgermeister Marek Wöller-Beetz (CDU) betont die Bedeutung der Kontinuität: „Ich freue mich auf die gute, konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit mit Karina Dörk. Ihre Wiederwahl bedeutet die Fortsetzung wichtiger Projekte für unsere Region.“ Konkret nennt er die Rettung und Stabilisierung der Krankenhausstandorte in Angermünde und Prenzlau sowie die Weiterentwicklung des Kulturzentrums und Dominikanerklosters in Prenzlau.
Auch Templins Bürgermeister Christian Hartphiel (SPD) zeigt sich erfreut über Dörks Bereitschaft, ihr Amt weitere acht Jahre auszuüben: „In Templin stehen große Projekte an, bei denen wir auf die Unterstützung der Landrätin hoffen: die Europaschule, Geothermie und die Sanierung des Stadtbads.“ Hartphiel dankte zudem ausdrücklich den 162 ehrenamtlichen Wahlhelfern, die den reibungslosen Ablauf der Wahl ermöglichten.
Wirtschaft setzt auf Verlässlichkeit
Die regionale Wirtschaft reagiert mit großer Zufriedenheit auf das Wahlergebnis. Karin Grothe, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Uckermark, erklärt: „Wir sind zufrieden und haben gehofft, dass Karina Dörk Landrätin bleibt und die Uckermark lenkt.“ Gleichzeitig mahnt sie, das Ergebnis des AfD-Kandidaten nicht zu unterschätzen: „40 Prozent sind keine geringe Zahl. Viele junge Menschen haben den AfD-Kandidaten gewählt. Darauf muss die Politik reagieren.“
Dr. Paul Fürstmann, Regionalpräsident der Unternehmervereinigung Uckermark, betont die Bedeutung verlässlicher Verwaltungsstrukturen: „Der gestrige Wahlausgang stimmt uns positiv. Wir rechnen mit einer weiterhin hohen Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft der Kreisverwaltung, um die kommenden Aufgaben gemeinsam zu bewältigen.“
Industrie- und Handelskammer sieht wichtige Aufgaben
Monique Zweig, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostbrandenburg, gratuliert Dörk zu ihrer Wiederwahl und unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit in wirtschaftlich angespannten Zeiten: „Diese Zusammenarbeit ist jetzt angesichts der global angespannten Lage und ihrer Folgen für die regionale Wirtschaft – und insbesondere für die PCK-Raffinerie – besonders wichtig.“ Die PCK-Raffinerie in Schwedt ist einer der größten Arbeitgeber der Region und steht vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen.
Politische Reaktionen aus den Parteien
Auch aus den politischen Parteien gibt es klare Stellungnahmen. Ines Lehmann-Günther, Co-Sprecherin des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen, erklärt in einer Pressemitteilung: „Wir gratulieren der alten und neuen Amtsinhaberin. Wir haben Karina Dörk unterstützt, weil uns ihre Erfahrung und ihre pragmatische Art überzeugt haben.“ Gleichzeitig äußert sie Besorgnis über das AfD-Ergebnis: „Das Ergebnis freut uns, wenngleich 40 Prozent für den Kandidaten der rechtsextremen AfD 40 Prozent zu viel sind.“
Die Wiederwahl von Karina Dörk markiert damit nicht nur einen persönlichen Erfolg, sondern steht symbolisch für den Wunsch der Uckermark nach politischer Stabilität und kontinuierlicher Entwicklung. In den kommenden acht Jahren wird es darum gehen, die angekündigten Projekte umzusetzen und gleichzeitig auf die politischen Herausforderungen zu reagieren, die sich aus dem beachtlichen AfD-Ergebnis ergeben.



