Park-Chaos vor Jarmener Kita: Stadtvertreter fordern endlich Lösungen für blockierte Zufahrten
In Jarmen sorgt die Parksituation vor der Kindertagesstätte „Friedrich Fröbel“ am Müssentiner Weg seit langem für erhebliche Probleme. Immer wieder blockieren Autos, insbesondere in den Morgen- und Nachmittagsstunden, sowohl die Straße als auch angrenzende Hofzufahrten. Dies führt nicht nur zu Behinderungen für den fließenden Verkehr, sondern auch zu Konflikten zwischen Anwohnern und Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen oder abholen.
Stadtvertretung diskutiert dringende Maßnahmen
In der ersten Stadtvertretersitzung des Jahres äußerten mehrere Abgeordnete ihren Unmut über die Verkehrssituation. René Wardius, Einzelbewerber in der Stadtvertretung, kritisierte scharf: „Das wurde jetzt schon das vierte Mal angesprochen und nichts tut sich da.“ Er berichtete von regelmäßigen Auseinandersetzungen vor Ort, die bis zu Beleidigungen eskalierten. Wardius forderte verstärkte Kontrollen und Ahndungen durch die Kommune, um dem Problem Herr zu werden.
Vizebürgermeister und Ordnungsamtsleiter Thomas Lüthke entgegnete, dass das Ordnungsamt täglich Streife fahre, jedoch nicht überall gleichzeitig präsent sein könne. Insbesondere zu den Stoßzeiten sei die Personaldecke dünn, zumal auch in den Nachbargemeinden Tutow und Völschow ähnliche Beschwerden vorlägen. Lüthke informierte, dass im Jahr 2025 rund 250 Verwarnungsgelder verteilt wurden, wobei der Bereich an der Kita ein Schwerpunkt gewesen sei.
Verschärfte Lage durch winterliche Bedingungen
Das Problem wird zusätzlich verschärft, wenn Schnee und Eis den Verkehrsraum einengen und der Winterdienst durchfahren muss. Tina Lietzau-Grams von der Freien Wählergemeinschaft warf in die Diskussion ein: „Ich denke, vielen ist das gar nicht bewusst.“ Sie bezog sich dabei sowohl auf die Eltern als auch auf das Kita-Personal, die möglicherweise nicht ausreichend über die Konsequenzen ihres Parkverhaltens informiert seien.
Die Frage nach alternativen Parkmöglichkeiten bleibt dabei ungelöst. Ein Parkplatz beim nahen Einkaufszentrum wurde als Option ins Spiel gebracht, stieß jedoch auf wenig Gegenliebe bei den Abgeordneten. Ebenso wenig wäre es eine Lösung, die Stellflächen vor den benachbarten Plattenbauten zu blockieren, was die Mieter verärgern würde.
Lösungsansätze und nächste Schritte
Letztlich beauftragte die Stadtvertretung die Verwaltung, die Kita zu kontaktieren, um von dort aus Einfluss auf die Familien zu nehmen. Mögliche Maßnahmen könnten Aushänge, Elternbriefe oder Gespräche sein, um das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen. Parallel dazu soll das Ordnungsamt seine Kontrollen im Bereich der Kita intensivieren, um durch konsequente Ahndung von Fehlverhalten eine abschreckende Wirkung zu erzielen.
Interessanterweise scheint sich die Lage an der Jarmener Grundschule, die in den Vorjahren ähnliche Probleme hatte, durch die Präsenz von Ordnungsamt und Polizei sowie eine Mitmachaktion gegen Elterntaxis entspannt zu haben. Dies könnte als Vorbild für die Kita dienen, um langfristig eine Verbesserung der Parksituation zu erreichen.



