Fördergeld für Feuerwehrhaus in Pentz: Modernes Gerätehaus rückt näher
Die Freiwillige Feuerwehr Pentz/Gnevezow könnte bald ein neues Gerätehaus erhalten. Innenminister Christian Pegel übergab vor Ort eine Förder-Inaussichtstellung für den Bau eines standardisierten Feuerwehr-Musterhauses. Dieses Vorhaben ist Teil eines landesweiten Programms in Mecklenburg-Vorpommern, das bis zu 58 neue Gerätehäuser vorsieht.
Dringender Bedarf an modernen Räumlichkeiten
Derzeit sind die Bedingungen für die Ehrenamtler in Pentz alles andere als optimal. Das bestehende Gerätehaus ist viel zu klein und hoffnungslos veraltet. Es verfügt über keinen Sanitärtrakt, und Risse im Mauerwerk wurden nur notdürftig mit Putz zugeschmiert. Modernen Sicherheitsvorschriften wird das Gebäude nicht mehr gerecht. Zur Feuerwehr gehören 27 Kameraden, darunter fünf Frauen, sowie 26 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.
Innenminister Christian Pegel betonte bei der Übergabe: „Ich übergebe Ihnen heute eine Sonderbedarfszuweisung, damit sind Sie im Fördertopf. Das ist eine Inaussichtstellung.“ Die Gemeinde Borrentin muss bis zum 31. August vollständige Antragsunterlagen einreichen, um aus der Ankündigung eine verbindliche Zusage zu machen.
Standardisierung senkt Kosten und beschleunigt Verfahren
Das Projekt „Musterfeuerwehrhaus Mecklenburg-Vorpommern“ zielt darauf ab, durch standardisierte Baupläne Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die Baukosten zu reduzieren. Kommunen können diese Musterhäuser bedarfsgerecht abrufen und zügig errichten lassen. Grundlage ist ein zweites 50-Millionen-Euro-Programm des Landes, das speziell für Neubau, Sanierung und Erweiterung von Feuerwehrgerätehäusern aufgelegt wurde.
Für Pentz würde ein Neubau einen Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro bedeuten, wovon 780.000 Euro aus Landesmitteln gefördert werden könnten. Der verbleibende Anteil müsste über Kredite finanziert werden.
Zwei Varianten für den Standort
Bürgermeister Peter-Heinrich Rabe erklärte, dass die Gemeinde zwei Varianten für den Neubau prüft. Plan A sieht den Abriss des alten Gebäudes und einen Neubau am gleichen Standort vor. In diesem Fall würden die Fahrzeuge und Geräte vorübergehend bei einem Bauunternehmer untergebracht. Plan B beinhaltet ein Bodengutachten für einen alternativen Standort, falls der Abriss zu kompliziert wird.
„Die Feuerwehr ist eine kommunale Aufgabe, ihre Einsatzbereitschaft ist nicht nur eine Pflichtaufgabe, sie ist für alle Kameraden auch eine Herzensangelegenheit“, so Rabe. Die Gemeinde arbeite mit Hochdruck daran, fristgerecht alle Unterlagen einzureichen.
Hoffnung auf baldigen Baustart
Innenminister Pegel versicherte, dass bei einer Förderzusage mit einem zügigen Baustart zu rechnen sei: „Wenn Sie in die Förderung kommen, funktioniert der Bauturbo.“ Amtswehrführer Thomas Gebel und Kreiswehrführer Jörg Schmidtke hoffen gemeinsam mit den Pentzer Kameraden, dass es nicht bei der Inaussichtstellung bleibt und die Feuerwehr endlich ein modernes Gerätehaus erhält.
Die Übergabe der Förderankündigung fand in Anwesenheit von Amtswehrführer Thomas Gebel, Bürgermeister Peter-Heinrich Rabe, Innenminister Christian Pegel, Kreiswehrführer Jörg Schmidtke und der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Anna-Konstanze Schröder statt. Die Jugendfeuerwehr war zur Feier des Tages ebenfalls angetreten und beeindruckte den Minister mit ihrer Nachwuchsarbeit.



