Feuerwehr Penzlin benötigt mehr Platz: Stadt plant Erweiterung des Gerätehauses
Die Freiwillige Feuerwehr Penzlin steht vor einer räumlichen Herausforderung. Trotz des vergleichsweise jungen Alters des Gerätehauses, das erst 1999 errichtet wurde, reichen die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr aus. Neue Fahrzeuge und aktualisierte Vorschriften machen eine Erweiterung dringend notwendig. Die Stadtverwaltung hat deshalb für die Jahre 2026 und 2027 Investitionen in die Feuerwehrinfrastruktur priorisiert.
Akuter Platzmangel für Fahrzeuge und Ausrüstung
Bürgermeister Sven Flechner betont, dass vor allem Stellplätze für Fahrzeuge fehlen. Im Mai wird ein neues Rettungsboot erwartet, das größer als das bisherige Schlauchboot ausfällt. Zudem steht ein neuer Einsatzleitwagen bevor, der ebenfalls mehr Raum beansprucht. Die Anschaffung eines Dekontaminationsfahrzeugs, kurz Dekon, vom Landkreis verschärft die Situation zusätzlich. Dieses Fahrzeug ist essenziell für die Entgiftung von Einsatzkräften bei Gefahrenstoffunfällen, muss jedoch derzeit in einer privaten Garage untergebracht werden – eine nur vorübergehende Lösung.
Sozialbereich und Umkleiden müssen erweitert werden
Neben den Fahrzeugstellplätzen besteht auch im Sozialtrakt des Gerätehauses dringender Handlungsbedarf. Aufgrund neuer Erkenntnisse der Unfallkasse der Feuerwehren benötigt jedes aktive Mitglied nun zwei Spinde: einen für persönliche Kleidung und einen separaten für die Schutzkleidung, um Kontaminationsrisiken zu minimieren. Derzeit steht nicht einmal ein Spind pro Person zur Verfügung. Mit rund 60 aktiven Mitgliedern, darunter mehr Frauen als bei der Eröffnung 1999, muss der Umkleidebereich deutlich vergrößert werden.
Konkrete Pläne für den Umbau
Die Stadtverwaltung schlägt vor, das bestehende Gebäude um ein Stockwerk zu erweitern. Im Obergeschoss sollen der Sozial- und Lernbereich untergebracht werden, während das Erdgeschoss weiterhin dem Einsatzbereich dient. Zusätzlich ist eine kleinere Garage auf dem Grundstück geplant, um Platz für ein kleineres Fahrzeug und das neue Boot zu schaffen. Dies würde auch ermöglichen, das Dekon-Fahrzeug dauerhaft auf dem Gelände unterzubringen.
Finanzierung durch Fördermittel
Für eine kleine Stadt wie Penzlin stellen die notwendigen Baumaßnahmen eine finanzielle Herausforderung dar. Allerdings gibt es Unterstützung vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Aus einem Fördertopf von 15 Millionen Euro für Investitionen in Bestandsgebäude der Feuerwehren können auch Mittel für Penzlin abgerufen werden. Bürgermeister Flechner zeigt sich zuversichtlich, dass diese Gelder die Realisierung des Projekts ermöglichen werden.



