Bürgermeisterwahl in Nordwestuckermark: Kandidaten zu Fusion und ersten Amtshandlungen
Bürgermeisterwahl: Kandidaten zu Fusion und Amtsstart

Bürgermeisterwahl in Nordwestuckermark: Sechs Kandidaten im Fokus

Am 19. April 2026 wird in der Gemeinde Nordwestuckermark ein neuer hauptamtlicher Bürgermeister gewählt. Sechs Kandidaten treten an: Ralph Ryl (46) für die Wählergruppe „Zukunft Nordwestuckermark“, Kevin Dähn (38) für die AfD und vier unabhängige Einzelbewerber – Bört Büttner-Janner (55), Tobias Kersten (37), Jan Matiaske (52) und Susanne Ramm (45). Sie alle haben sich den Fragen des Uckermark Kurier gestellt, insbesondere zu einer möglichen Gemeindefusion und ihren ersten Amtshandlungen.

Gemeindefusion: Geteilte Meinungen unter den Kandidaten

Die Frage, ob eine Gebietsreform für die Gemeinde mit rund 4100 Einwohnern und 18 hauptamtlichen Mitarbeitern in der Kernverwaltung notwendig ist, spaltet die Kandidaten. Tobias Kersten betont die Priorität der Eigenständigkeit und schlägt vor, Vernetzung mit Nachbarkommunen zu fördern, um Fusionen zu vermeiden. Susanne Ramm sieht eine Reform als mögliches Thema an, betont aber, dass die Entscheidung beim Land Brandenburg liegt und die Gemeinde ihre Interessen selbstbewusst vertreten muss.

Kevin Dähn hält eine Gebietsreform in den kommenden Jahren für nicht ausgeschlossen, plädiert jedoch für Digitalisierung und Kooperationen, um die Handlungsfähigkeit zu erhalten. Ralph Ryl lehnt eine Reform von oben ab und setzt auf Effizienzsteigerung durch Digitalisierung, um Fusionen unnötig zu machen. Jan Matiaske warnt vor dem Verlust von Identität und Individualität der Dörfer und verspricht, gegen weitere Vereinnahmung zu kämpfen. Bört Büttner-Janner schließt eine Reform langfristig nicht aus, betont aber, dass sie nur bei echten Vorteilen für die Bürger sinnvoll wäre.

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Erste Amtshandlungen: Vielfältige Prioritäten der Kandidaten

Im Falle ihrer Wahl haben die Kandidaten klare Pläne für ihre ersten Tage im Amt. Tobias Kersten will zunächst die Verwaltungsstruktur stabilisieren und Gespräche mit Mitarbeitern führen, um Effizienz zu steigern. Susanne Ramm plant, sich einen Überblick durch Dialog mit Verwaltung, Ortsbeiräten und Vereinen zu verschaffen, wobei die finanzielle Situation und Infrastruktur ganz oben auf ihrer Prioritätenliste stehen.

Kevin Dähn möchte die Verwaltung neu strukturieren, um Abläufe zu vereinfachen, und gleichzeitig Vereine, Kitas und Schulen stärken. Ralph Ryl setzt auf direkte Gespräche mit Mitarbeitern und Bürgern durch Vor-Ort-Sprechstunden, um Transparenz und Netzwerkarbeit zu fördern. Jan Matiaske will sich zunächst mit dem Verwaltungsteam vertraut machen und dann Kontakt zu Gemeindevertretungen aufnehmen, um dringende Anliegen wie Breitbandausbau und Straßensanierung anzugehen. Bört Büttner-Janner plant, sich über laufende Projekte informieren zu lassen und frühzeitig mit Ortsbeiräten zusammenzuarbeiten, um einen geordneten Start zu gewährleisten.

Die Wahl am 19. April wird zeigen, welcher Kandidat die Gemeinde in eine unsichere Zukunft führen wird. Mit Themen wie Finanzen, Demografie und Verwaltungseffizienz stehen große Herausforderungen bevor, die eine klare Führung erfordern.

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