Anklam: Bürgermeisterkandidaten setzen auf Dialog und Zusammenarbeit für Stadtentwicklung
Anklam: Bürgermeisterkandidaten für Dialog und Zusammenarbeit

Bürgermeisterwahl in Anklam: Zwei Kandidaten mit klaren Visionen für die Stadtpolitik

In der vorpommerschen Stadt Anklam liefern sich zwei Männer ein spannendes Duell um den Rathauschefsessel: Der AfD-Kandidat Jörg Valentin und der Amtsinhaber Michael Galander von der Initiative für Anklam (IfA). Beide Bewerber haben in aktuellen Statements deutlich gemacht, dass sie für die anstehende Bürgermeisterwahl klare Vorstellungen von konstruktiver Stadtpolitik mitbringen.

Politisches Miteinander als Grundlage für Stadtentwicklung

Beide Kandidaten betonen die Bedeutung eines funktionierenden politischen Miteinanders für die positive Entwicklung Anklams. Jörg Valentin von der AfD erklärt: „Das politische Miteinander lebt von unterschiedlichen Meinungen. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten sachlich und lösungsorientiert zusammenarbeiten, um die besten Entscheidungen für die Zukunft von Anklam zu treffen.“

Amtsinhaber Michael Galander ergänzt: „Das politische Miteinander ist bei grundlegenden Themen meist gegeben. Sachliche Diskussionen gehören zur Demokratie und sind wichtig. Entscheidend sind am Ende die Ergebnisse. Auf vieles, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde, können wir gemeinsam stolz sein.“ Galander verweist dabei auf die sichtbare positive Entwicklung Anklams, die er dem Engagement von Bürgerschaft, Stadtvertretung und Verwaltung zuschreibt.

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Verbesserungsbedarf im Verwaltungsdiskurs

Beide Kandidaten sehen jedoch auch Potenzial für Verbesserungen im Diskurs zwischen Verwaltung und Stadtpolitik. Valentin fordert „mehr Transparenz, frühzeitiger Austausch und klare Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Stadtvertretung und Bürgern“, um Entscheidungsprozesse zu optimieren. Für ihn sind gemeinsame Zielsetzungen und gegenseitiger Respekt die Grundlage erfolgreicher Gemeindepolitik.

Galander äußert sich kritischer zu aktuellen Entwicklungen: „Nach der letzten Kommunalwahl zeigt sich jedoch auch eine Entwicklung, die der weiteren positiven Stadtentwicklung nicht hilft. Gegen alles zu sein, ohne eigene Ideen einzubringen, führt zu Stillstand.“ Der Amtsinhaber betont, dass Stadtvertretung und Verwaltung wie Zahnräder ineinandergreifen müssten, wobei persönliche Befindlichkeiten keine Rolle spielen dürften.

Rollenverständnis als Bürgermeister

Die beiden Kontrahenten haben unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Rolle als künftiger Bürgermeister. Valentin sieht sich in erster Linie als Moderator und Verbinder: „Der Bürgermeister sollte moderieren, gestalten und verbinden. Meine Aufgabe wäre es, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürger zusammenzubringen und miteinander die Zukunft von Anklam aktiv zu gestalten.“

Galander, der bereits seit 24 Jahren im Amt ist, betont seine Erfahrung im Ausgleich zwischen Politik und Verwaltung: „Als Bürgermeister sehe ich meine Aufgabe darin, den Ausgleich zwischen Politik und Verwaltung herzustellen. In den vergangenen 24 Jahren ist es mir gelungen, diesen Konsens im Interesse unserer Stadt zu fördern.“ Er möchte diesen Weg gerne gemeinsam mit allen Beteiligten fortsetzen.

Podiumsdiskussion als demokratisches Forum

Am Dienstag, den 31. März 2026, haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, beide Kandidaten persönlich kennenzulernen. Das Regionalzentrum für demokratische Kultur vom CJD veranstaltet gemeinsam mit dem Nordkurier eine Podiumsdiskussion im ehemaligen Wehrmachtgefängnis in der Friedländer Landstraße 3a in Anklam. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und bietet Raum für alle Fragen an die Bürgermeisterkandidaten.

Diese Diskussionsrunde unterstreicht die Bedeutung demokratischer Beteiligungsformate in der Kommunalpolitik und bietet den Anklamerinnen und Anklamern die Möglichkeit, sich direkt über die politischen Positionen und Visionen der beiden Bewerber zu informieren.

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