Prozessauftakt im Mordfall Fabian: Anklage nennt Motiv
Mordfall Fabian: Anklage nennt Motiv der Tat

Prozessauftakt im Mordfall Fabian: Anklage enthüllt Motiv

Am Landgericht Rostock hat am heutigen Montag der Prozess im Mordfall Fabian begonnen. Die Staatsanwaltschaft legte in ihrer Eröffnungsrede ein erschütterndes Motiv dar: Die angeklagte Frau soll den elfjährigen Jungen getötet haben, um die Beziehung zu seinem Vater wiederherzustellen.

BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche berichtet aus dem Gerichtssaal und schildert die Atmosphäre. Die Angeklagte wirkte den Angaben zufolge gefasst, während die Anklageverlesung für Betroffenheit bei den Prozessbeteiligten sorgte. Der Vater des getöteten Jungen verfolgte die Verhandlung als Nebenkläger.

Die Tat und ihre Hintergründe

Laut Anklage soll die 34-jährige Angeklagte Fabian im vergangenen Sommer in der gemeinsamen Wohnung getötet haben. Sie war die Lebensgefährtin des Vaters. Die Beziehung hatte sich zuvor verschlechtert, und die Frau sah offenbar in dem Jungen das Hindernis für eine Versöhnung. „Sie entschied sich für ihren Sohn“, zitierte die Staatsanwältin sinngemäß die innere Logik der Täterin.

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Die Verteidigung kündigte an, das Motiv zu bestreiten. Der Prozess ist auf mehrere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird frühestens in zwei Wochen erwartet.

Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Fabian besuchte eine Grundschule in Rostock und war als aufgeweckter Junge bekannt. Die Tat ereignete sich in einem Wohngebiet am Stadtrand. Nachbarn hatten damals laute Streitigkeiten aus der Wohnung gemeldet.

Das Gericht hat für die kommenden Tage zahlreiche Zeugen geladen, darunter Nachbarn, Ermittler und Sachverständige. Ein psychiatrisches Gutachten zur Schuldfähigkeit der Angeklagten wird erwartet.

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