Tausende bei Abtreibungs-Demos in München – Polizei setzt Zwang ein und erstattet Anzeigen
Tausende bei Abtreibungs-Demos in München – Polizei greift ein

Tausende bei Abtreibungs-Demos in München – Polizei setzt Zwang ein und erstattet Anzeigen

Am Samstag, den 19. April 2026, kam es in der Münchner Innenstadt zu angespannten Demonstrationen rund um das kontroverse Thema Schwangerschaftsabbruch. Sowohl der sogenannte „Marsch fürs Leben“ als auch die feministische Gegendemonstration „Pro Choice“ zogen tausende Teilnehmer an und führten zu mehreren Polizeieinsätzen.

Polizei entdeckt Schmierereien und setzt Zwang ein

Bereits im Vorfeld der Veranstaltungen entdeckten Polizeibeamte bei einer Streifenfahrt Schmierereien im Bereich der Brienner Straße, Türkenstraße und am Karolinenplatz. Unbekannte Täter hatten dort in roter und gelber Farbe die Aufschrift „Pro Choice“ auf die Fahrbahn gesprüht, was einen Sachschaden im dreistelligen Bereich verursachte. Diese Vandalismusakte stehen mutmaßlich im Zusammenhang mit den geplanten Demonstrationen.

Während der Veranstaltungen eskalierte die Situation mehrfach. Die Teilnehmer des „Marsch fürs Leben“, der mit rund 4500 Menschen ab 12.15 Uhr durch die Innenstadt zog, wurden von Gegendemonstranten gestört. Diese versuchten, den Zug zu blockieren und missachteten dabei die von der Polizei errichteten Absperrungen. Die Beamten mussten daraufhin „unmittelbaren Zwang in Form von Schieben und Drücken“ anwenden, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Anzeigen und umfangreicher Polizeieinsatz

Die Münchner Polizei betreute die Versammlungen mit mehr als 300 Einsatzkräften und erstattete mehrere Anzeigen gegen Demonstranten. Die Vorwürfe umfassen unter anderem Körperverletzung, Beleidigung und Erregung öffentlichen Ärgernisses. Die Gegendemonstration „Pro Choice“ hatte um 11 Uhr mit etwa 4000 Teilnehmern am Odeonsplatz begonnen und verlief ansonsten weitgehend friedlich, ebenso wie der „Marsch fürs Leben“ abgesehen von den Störungen.

Die Ereignisse unterstreichen die anhaltenden gesellschaftlichen Spannungen und Debatten um das Thema Abtreibung in Deutschland. Die Polizei betont, dass sie weiterhin ermittelt, um die Verantwortlichen für die Schmierereien und die Verstöße während der Demonstrationen zu identifizieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration