Nach einer Serie mutmaßlich rechtsextremistischer Straftaten haben mehrere Hundert Menschen in Cottbus gegen rechte Gewalt demonstriert. Ein Demonstrationszug zog unter dem Motto „Ihr greift uns an - wir stehen noch näher zusammen“ durch die Stadt. Zwischenzeitlich machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Protest bei einer Kundgebung deutlich.
Friedlicher Protestverlauf
Alles verlaufe friedlich, sagte ein Polizeisprecher. Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg organisierte die Demo. Die Sprecherin der Initiative, die frühere Grünen-Landtagsabgeordnete Ricarda Budke, sagte im RBB: „Wir zeigen ja hier gerade, dass wir uns die Stadt nicht nehmen lassen.“
Hintergrund: Serie rechter Straftaten
Der Staatsschutz der Polizei ermittelt nach mehreren Straftaten in Cottbus. In den vergangenen Tagen waren ein antisemitischer Schriftzug und ein schwarzes Hakenkreuz an die Synagoge der Stadt geschmiert worden. Bisher unbekannte Täter warfen zudem eine Leuchtfackel in den Flur eines alternativen Wohnprojekts. Es gab auch Drohungen an der Wohnung eines Studentenpfarrers, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert.
Die Demonstration zeigt den wachsenden Widerstand in der Bevölkerung gegen rechtsextreme Umtriebe. Die Teilnehmer forderten ein entschlossenes Vorgehen der Behörden und ein Ende der Gewalt. Die Initiative plant weitere Aktionen, um ein Zeichen für Toleranz und Demokratie zu setzen.



