Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) will an diesem Donnerstag mit Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) über Konsequenzen nach einer Reihe mutmaßlich rechter Angriffe beraten. Der SPD-Politiker dringt auf mehr Polizeipräsenz und Videoüberwachung, um die Sicherheit in der Stadt zu erhöhen.
Arbeitsgespräch mit dem Innenminister
Es werde ein Arbeitsgespräch mit dem Innenminister und einen Austausch mit der jüdischen Gemeinde sowie der Initiative „Sichere Orte Südbrandenburg“ geben, kündigte Schick am Nachmittag an. „Und ich denke, dass wir am Donnerstag nicht nur reden, sondern auch dann Maßnahmen konkret umsetzen können“, betonte der Oberbürgermeister.
Forderungen nach mehr Sicherheit
Schick sagte weiter: „Wir müssen uns wirklich endlich der Aufgabe stellen, wir müssen Orte in der Öffentlichkeit sichern.“ Mehr Polizeipräsenz sei genauso denkbar wie mehr Kameraüberwachung. Zudem gehe es um die Frage nach den Ursachen für solche Taten, so der Oberbürgermeister.
In den vergangenen Tagen waren in Cottbus ein antisemitischer Schriftzug und ein Hakenkreuz an die Synagoge geschmiert worden. Unbekannte warfen eine Leuchtfackel in das Haus eines alternativen Wohnprojektes. Zudem kam es zu einer mutmaßlich rechten Drohung vor der Wohnung eines Studentenpfarrers, der sich gegen Rechtsextremismus stellt.
„So etwas wollen wir nicht in unserer Stadt“, sagte Oberbürgermeister Schick zu den Vorfällen. „Kein Platz für Antisemitismus.“ Die Stadtverwaltung zeigt sich entschlossen, die Sicherheitslage zu verbessern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Beratungen mit dem Innenminister sollen konkrete Maßnahmen hervorbringen, um die Bürger zu schützen und das Klima in der Stadt zu stärken.



