Massive Solidaritätskundgebung in München
Eine beeindruckende Demonstration für Freiheit und Menschenrechte im Iran hat am Wochenende in München stattgefunden. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 200.000 Menschen auf der Theresienwiese, um ihre Unterstützung für das iranische Volk zu zeigen. Diese Teilnehmerzahl übertraf alle Erwartungen der Veranstalter deutlich.
Überwältigende Beteiligung übertrifft Erwartungen
Der Verein The Munich Circle, der zu der Großdemonstration aufgerufen hatte, war ursprünglich von etwa 100.000 Teilnehmern ausgegangen. Tatsächlich kamen jedoch doppelt so viele Menschen zusammen, die die Theresienwiese in ein eindrucksvolles Fahnenmeer verwandelten. Die Polizei zählte bis zum Nachmittag bereits die volle Teilnehmerzahl von 200.000 Personen.
Prominente Redner und klare Botschaften
Unter den Rednern der Demonstration befand sich der Publizist Michel Friedmann, der der iranischen Regierung vorwarf, den Islam und den Koran zu missbrauchen. „Seit 47 Jahren würden im Iran im Namen Gottes Millionen Menschen unterdrückt“, kritisierte Friedmann in seiner Ansprache.
Die Demonstranten zeigten ihre Unterstützung für Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 vertriebenen Schahs von Persien. Pahlavi selbst, der wegen der parallel stattfindenden Münchner Sicherheitskonferenz in der bayerischen Landeshauptstadt weilte, sagte vor Journalisten: „Heute stehen Tausende Menschen von München über Toronto bis Los Angeles im Rahmen meines Aufrufs zu einem globalen Aktionstag in Solidarität mit dem iranischen Volk.“
Internationale Dimension der Proteste
Pahlavi betonte die globale Bedeutung des Konflikts im Iran: „Das Schicksal des Iran ist nicht nur eine iranische Angelegenheit. Es ist ein entscheidender Test für die globale Sicherheit in unserer Zeit.“ Er verwies darauf, dass die Islamische Republik seit fast einem halben Jahrhundert als revolutionäres Unternehmen agiere, Instabilität exportiere und ihre nuklearen Ambitionen vorantreibe.
Der ehemalige Thronfolger sprach von einer „Stunde tiefer Gefahr“ und forderte die westlichen Demokratien auf, sich eindeutig mit dem iranischen Volk zu solidarisieren. Er erinnerte daran, dass die iranische Führung nach Aktivistenangaben mindestens 7.000 Menschen bei der Niederschlagung jüngster Massenproteste getötet habe, wobei offizielle Zahlen nicht bekannt seien.
Strategischer Zeitpunkt während Sicherheitskonferenz
Die Demonstration mit dem Titel „Menschenrechte und Freiheit für Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“ fand bewusst während der Münchner Sicherheitskonferenz statt. Die Veranstalter begründeten dies damit, dass zu dieser Konferenz politische und sicherheitspolitische Entscheidungsträger aus aller Welt anreisen.
Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als weltweit wichtigstes Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Nach Angaben der Konferenzleitung werden in diesem Jahr mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie etwa 100 Außen- und Verteidigungsminister erwartet.
Weitere Protestaktionen in München
Für das Wochenende sind laut Kreisverwaltungsreferat (KVR) München mehr als 15 weitere Versammlungen in Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz angemeldet worden. Diese zahlreichen parallel stattfindenden Demonstrationen unterstreichen die internationale Aufmerksamkeit für die politischen Entwicklungen im Iran und die Solidarität mit der dortigen Bevölkerung.
Die massive Beteiligung an der Iran-Demonstration zeigt, dass das Thema Menschenrechte im Iran auch in Deutschland auf breites Interesse und Engagement stößt. Die friedliche Großkundgebung sendete eine klare Botschaft an die internationale Gemeinschaft und insbesondere an die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz.



