Tabea Kemme fordert mehr Diversität beim DFB nach WM-Aus
Tabea Kemme: DFB muss diverser werden

Nach dem blamablen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft hat TV-Expertin Tabea Kemme (34) grundlegende Veränderungen im deutschen Fußball gefordert. In der Vorberichterstattung zum Spiel Spanien gegen Österreich (3:0) bei MagentaTV äußerte die Olympiasiegerin von 2016 deutliche Kritik an der aktuellen Ausrichtung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Kemme: Ursache liegt tiefer als im Trainerteam

Auf die Frage von Moderatorin Laura Wontorra, ob Bundestrainer Julian Nagelsmann die Mannschaft wie angekündigt auf die Nations League und die Europameisterschaft vorbereiten werde, antwortete Kemme: „Ich glaube, die Richtung, die das gerade annimmt, da habe ich das Gefühl, dass das so nicht passieren wird.“ Sie betonte jedoch, dass das Problem tiefer liege: „Auf der einen Seite haben wir das Coaching und Staff-Team, aber der Kern, die Ursache, liegt viel tiefer und da müssen wir uns im Fußballland Deutschland, anders, breiter, diverser aufstellen.“

Mehr Diversität und mentale Stärke gefordert

Kemme wünscht sich nicht nur Veränderungen auf der Trainerposition, sondern im gesamten Staff. „Die fußballerische, physische Qualität ist da, wir können sie nicht abrufen“, kritisierte sie. „Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern brauchen wir eine viel breitere mentale Aufstellung – Thema Mental Coaching. Auch diverser. Wir haben im Fußballmännerbereich nur den Blick von Männern auf die Männer, da wäre mein Wunsch, sich viel bunter aufzustellen.“

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Die 34-Jährige plädierte zudem für mehr Internationalität: „Auch mehr Internationalität mit in die Kreise ziehen. Weil der internationale Fußball gerade weiter ist und da möchte ich auch die Expertise von außen im Kosmos DFB.“

DFB vor tiefgreifendem Umbruch?

Nach dem frühen Aus bei der Weltmeisterschaft steht Nagelsmann massiv unter Druck. Die Forderungen nach einem Umbau im DFB werden lauter. Kemmes Aussagen spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen Struktur wider. Ob der Verband tatsächlich bereit ist, sich breiter und diverser aufzustellen, bleibt abzuwarten.

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