Schläge in Woidkes Staatskanzlei? Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen
Schläge in Woidkes Staatskanzlei? Ermittlungen geprüft

Ein schwerer Vorwurf erschüttert die brandenburgische Landesregierung: Eine enge Mitarbeiterin von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) soll im Dienst eine Kollegin tätlich angegriffen haben. Die Staatsanwaltschaft Potsdam bestätigte, dass sie die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt prüfe. Der Vorfall ereignete sich offenbar nach einem heftigen Streit in der Staatskanzlei.

Was genau passiert sein soll

Nach Informationen des Tagesspiegels soll die Woidke-Mitarbeiterin, die in der Abteilung für Grundsatzfragen arbeitet, einer Sachbearbeiterin ins Gesicht geschlagen haben. Die genauen Umstände sind noch unklar, aber die Auseinandersetzung soll sich im Rahmen einer dienstlichen Angelegenheit zugetragen haben. Die betroffene Sachbearbeiterin soll den Vorfall gemeldet haben, woraufhin die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde.

Rechtliche Einordnung

Der Vorwurf der Körperverletzung im Amt wiegt schwer. Er kann mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden, wenn die Tat im Zusammenhang mit der Ausübung des Dienstes steht. Die Staatsanwaltschaft muss nun prüfen, ob ein hinreichender Tatverdacht besteht. Sollte dies der Fall sein, wird ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Reaktionen aus der Politik

Die Opposition im Brandenburger Landtag reagierte alarmiert. Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Jan Redmann, forderte eine lückenlose Aufklärung. „Wir erwarten, dass der Ministerpräsident für Transparenz sorgt und die Vorwürfe ernst nimmt“, sagte er. Auch die Grünen zeigten sich besorgt und verlangten eine Stellungnahme von Woidke persönlich.

Die Staatskanzlei selbst äußerte sich zurückhaltend. Man wolle die Prüfung durch die Staatsanwaltschaft abwarten und zunächst keine weiteren Details nennen. Woidke, der sich derzeit auf einer Auslandsreise befindet, wurde von seinem Sprecher über den Vorgang informiert. Eine offizielle Stellungnahme des Regierungschefs steht noch aus.

Hintergrund: Spannungen in der Staatskanzlei

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf das Arbeitsklima in der brandenburgischen Staatskanzlei. Insider berichten von zunehmenden Spannungen zwischen den Mitarbeitern in den letzten Monaten. Die Staatskanzlei gilt als besonders hierarchisch, und der Druck auf die Belegschaft ist hoch. Ob der Streit auf persönliche Animositäten oder fachliche Differenzen zurückgeht, ist noch unklar.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam wird in den kommenden Wochen entscheiden, ob sie offiziell ermittelt. Bis dahin bleibt der Fall ein brisantes Thema in der brandenburgischen Landespolitik. Für Woidke kommt der Vorfall zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da er sich ohnehin mit sinkenden Umfragewerten und internen Querelen in der SPD konfrontiert sieht.

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