Die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) hat vor den immer wärmeren Sommern im Nordosten gewarnt. Anlass ist der bundesweite Hitzeaktionstag am 11. Juni. „Hitze ist für viele Menschen in Brandenburg längst eine konkrete Belastung – zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Pflege“, sagt die Nachhaltigkeitskoordinatorin der AOK Nordost, Claudia Engel. „Besonders ältere, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen brauchen verständliche Informationen und verlässliche Unterstützung.“
Hitze als Gesundheitsrisiko
Hitzeschutz gelinge nicht durch Appelle allein. Er müsse dort ankommen, wo Menschen leben: „In Familien, Pflegeeinrichtungen, Betrieben und Kommunen.“ Die steigenden Temperaturen führen laut AOK zu einer Zunahme von Krankmeldungen. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Die Krankenkasse fordert daher konkrete Maßnahmen wie ausreichende Trinkangebote, kühle Räume und angepasste Arbeitszeiten.
Handlungsbedarf in Kommunen
Die AOK appelliert an die Verantwortlichen in den brandenburgischen Städten und Gemeinden, Hitzeschutzpläne zu entwickeln. Dazu gehören etwa die Begrünung von Innenstädten, Trinkbrunnen im öffentlichen Raum und Hitzewarnsysteme. Auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern müsse die Infrastruktur an die Klimaveränderungen angepasst werden. „Prävention ist der Schlüssel“, betont Engel.
Der Hitzeaktionstag soll Bewusstsein schaffen und konkrete Hilfsangebote bündeln. Die AOK Nordost bietet dazu Informationsmaterialien und Beratungen an. Weitere Informationen sind auf der Webseite der AOK erhältlich.



