Internat Schloss Brannenburg schließt: Insolvenz im Sommer 2026
Internat Schloss Brannenburg schließt im Sommer

Das traditionsreiche Internat Schloss Brannenburg in Oberbayern wird im Sommer 2026 seine Pforten für immer schließen. Die Betreibergesellschaft, die Institut Schloss Brannenburg GmbH, hat beim Amtsgericht Rosenheim Insolvenz angemeldet. Dies gab die Schulleitung in einer offiziellen Mitteilung bekannt.

Betrieb läuft noch bis zum Schuljahresende

Bis zum Ende des laufenden Schuljahres im August 2026 wird der Schulbetrieb jedoch fortgesetzt. Die Verantwortlichen betonen, dass man den Schülerinnen und Schülern einen geordneten Abschluss ermöglichen wolle. Erst dann wird der Betrieb endgültig eingestellt. Das Internat im Voralpenland umfasst eine staatlich anerkannte Realschule, eine Fachoberschule sowie ein Internat. Insgesamt sind 43 Mitarbeiter von der Schließung betroffen, darunter 25 Lehrkräfte.

Gründe für die Schließung

Als Hauptgründe für die Insolvenz und die bevorstehende Schließung nennt die Leitung rückläufige Schülerzahlen sowie erheblich gestiegene laufende Kosten. Besonders der Unterhalt der historischen Gebäude habe sich als große finanzielle Belastung erwiesen. In der Mitteilung heißt es: „Bedauerlicherweise ist das Konzept einer privaten Realschule in der heutigen Zeit nicht mehr tragbar.“ Das Internat bestand seit mehr als 60 Jahren und bewarb sich auf seiner Webseite mit einer „individuellen Lernumgebung“ und kleinen Klassen von weniger als 20 Schülern pro Jahrgang.

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Bekannte Absolventen

Zu den bekanntesten ehemaligen Schülern zählt der Komiker und Filmemacher Michael Herbig, der auf Schloss Brannenburg seinen Spitznamen „Bully“ erhalten haben soll. Die Schließung markiert das Ende einer Ära für die Bildungseinrichtung, die über Jahrzehnte hinweg zahlreiche junge Menschen begleitet hat.

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