Angela Merkel ist zurück im Kanzleramt – zumindest als Gemälde. Am Dienstagabend wurde das offizielle Porträt der Altkanzlerin in der Galerie der ehemaligen Regierungschefs im Bundeskanzleramt enthüllt. Zahlreiche Weggefährten aus ihrer 16-jährigen Amtszeit waren zu der Feierstunde gekommen. Der Abend diente nicht nur der Präsentation des Kunstwerks, sondern auch der Würdigung von Merkels politischem Vermächtnis.
Feierstunde mit vielen Weggefährten
Zur Enthüllung des Porträts waren unter anderem der frühere Bundespräsident Joachim Gauck, mehrere ehemalige Minister und enge Vertraute Merkels erschienen. Der Künstler des Gemäldes, der renommierte Maler Michael Triegel, hatte Merkel zuvor mehrfach in ihrem Berliner Büro porträtiert. Das Werk zeigt die Ex-Kanzlerin in einer nachdenklichen Pose, vor einem Hintergrund, der an das Kanzleramt erinnert. Merkel selbst nahm die Ehrung sichtlich bewegt entgegen.
Ein Abend für das Vermächtnis
Die Veranstaltung war nicht nur ein gesellschaftliches Ereignis, sondern auch eine politische Standortbestimmung. In mehreren Reden wurde Merkels Rolle in der deutschen und europäischen Politik gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurden ihre Entscheidungen während der Finanzkrise 2008, der Flüchtlingskrise 2015 und der Corona-Pandemie. Ein ehemaliger Minister betonte: „Angela Merkel hat Deutschland durch stürmische Zeiten geführt. Ihr Porträt wird immer an ihre besonnene und verlässliche Art erinnern.“
Die Galerie der Altkanzler
Das Gemälde reiht sich ein in die Serie der Porträts früherer Kanzler, die im Kanzleramt ausgestellt sind. Merkels Vorgänger Gerhard Schröder, Helmut Kohl und Helmut Schmidt sind dort ebenfalls verewigt. Die Galerie ist für Besucher des Kanzleramts zugänglich und gilt als Symbol der Kontinuität der deutschen Demokratie. Mit der Enthüllung des Porträts endet ein langer Prozess: Bereits 2022 hatte Merkel dem Künstler Modell gesessen, die Fertigstellung des Werks verzögerte sich jedoch aufgrund der Pandemie.
Reaktionen und Ausblick
In den sozialen Medien wurde die Enthüllung des Porträts breit diskutiert. Viele Nutzer lobten die Ähnlichkeit und die künstlerische Umsetzung. Kritik kam lediglich von einigen Stimmen, die das Gemälde als zu „statisch“ empfanden. Merkel selbst äußerte sich am Abend nicht öffentlich zu dem Porträt. Ihr Büro ließ jedoch mitteilen, dass sie sich über die Ehrung freue. Das Porträt wird künftig im Kanzleramt hängen und an eine der prägendsten Figuren der deutschen Nachkriegsgeschichte erinnern.



