Wegen heftiger Regenfälle mussten am Dienstagabend in Nordthüringen vermehrt Einsatzkräfte ausrücken. Am Mittwochmorgen wurde eine Hochwasserwarnung für das Gebiet der Mittleren Unstrut herausgegeben.
40 Einsätze im Landkreis Nordhausen
Vollgelaufene Keller, hochgehobene Gullydeckel, verschlammte Straßen und Wassermassen, die in die Orte strömten: Seit Dienstagabend verzeichnete die Rettungsleitstelle 40 wetterbedingte Einsätze im Landkreis Nordhausen. In Sollstedt stand eine Bahnunterführung unter Wasser, sodass Autos dort nicht passieren konnten. Es dauerte zwei bis drei Stunden, bis die meisten Schäden behoben waren.
Einsätze auch in angrenzenden Landkreisen
Die örtlichen Rettungsleitstellen meldeten überflutete Fahrbahnen und vollgelaufene Keller im Eichsfeld und im Kyffhäuserkreis. Im Eichsfeld gab es rund 23 Einsätze, im Kyffhäuserkreis sechs. Im Eichsfeld dauerten die Einsätze am Morgen teilweise noch an. Die Leitstellen bewerteten die Lage in allen drei Kreisen als vergleichsweise harmlos.
Hochwasserwarnung für die Mittlere Unstrut
In der Nacht fielen laut Hochwassernachrichtenzentrale Thüringen bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden. Der Pegel der Wipper lag in Teilen der drei Landkreise am frühen Morgen über der Meldestufe 1. Der Pegel der Mittleren Unstrut steigt weiter an. Im Tagesverlauf könnten weitere Pegel im Warngebiet die Meldestufen erreichen. Der Regen zieht derzeit in Richtung Nordosten ab.
Weitere starke Regenfälle erwartet
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind ab Mittag bis in die erste Nachthälfte zum Donnerstag Gewitter möglich. Örtlich kann es Starkregen mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit geben, am Abend und in der Nacht östlich auch Mengen um 30 Liter. Vereinzelt sind Windböen um 60 Kilometer pro Stunde und Hagel zu erwarten.



