Neubrandenburg: Spitzenreiter bei 70. Geburtstagen 2026
Neubrandenburg führt bei 70. Geburtstagen 2026

Neubrandenburg: Deutsche Spitze bei 70. Geburtstagen

In Neubrandenburg werden im Jahr 2026 so viele Menschen 70 Jahre alt wie in keiner anderen deutschen Stadt. Laut einer aktuellen Auswertung des Unternehmens Myposter liegt der Anteil der 70-Jährigen in der Vier-Tore-Stadt bei 1,66 Prozent der Bevölkerung – deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 1,28 Prozent. Das bedeutet, dass rund 1000 Neubrandenburger in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feiern. Damit teilen sie sich diesen runden Geburtstag mit prominenten Persönlichkeiten wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Günther Jauch oder Herbert Grönemeyer.

Ostdeutsche Städte dominieren die Statistik

Unter den Top-30-Städten bei den 70-Jährigen finden sich fast ausschließlich Städte aus Ostdeutschland – darunter auch Stralsund und Schwerin – sowie aus dem Ruhrgebiet. Die Datengrundlage der Untersuchung bilden Bevölkerungsdaten des Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes. Myposter wertete diese Daten für 190 deutsche Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern nach Jahrgängen aus und berechnete daraus die Jubiläumsjahrgänge für 2026. Berücksichtigt wurden unter anderem die Volljährigkeit sowie der 30., 50., 70., 90. und 100. Geburtstag.

Wenige 30. Geburtstage in Neubrandenburg und Schwerin

Am seltensten werden runde Geburtstage 2026 in Schwerin gefeiert. Nur rund 8,5 Prozent der Einwohner der Landeshauptstadt begehen in diesem Jahr einen runden Geburtstag – der niedrigste Wert aller 190 untersuchten Städte. Während Neubrandenburg die Tabelle bei den 70. Geburtstagen anführt, liegt die Stadt bei den 30-Jahres-Jubiläen gemeinsam mit Schwerin mit einem Wert von rund 0,9 Prozent auf dem letzten Platz.

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Alterung der Stadt nimmt zu

Dieser statistische Fokus trifft auf eine ohnehin stark gealterte Stadtstruktur. Nach Angaben des jüngsten Statistischen Jahrbuchs der Stadt leben bei insgesamt 60.344 Einwohnern rund 17.891 Menschen im Alter von 65 Jahren und älter – knapp 30 Prozent der Bevölkerung. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil noch bei rund 23 Prozent, 2004 bei etwa 17 Prozent und Mitte der 1990er Jahre bei nur rund 9 Prozent. Die Alterung der Stadt hat damit über drei Jahrzehnte hinweg deutlich zugenommen.

Viele 90. Geburtstage in Ostdeutschland

Das zeigt sich auch bei den 90. Geburtstagen, die in diesem Jahr in Deutschland gefeiert werden. Während der Bundesdurchschnitt bei knapp 0,6 Prozent der Einwohner liegt, sind diese Werte besonders in Ostdeutschland deutlich höher. Hinter Dessau-Roßlau (knapp 1 Prozent) finden sich unter anderem Stralsund, Neubrandenburg, Rostock, Brandenburg/Havel oder Frankfurt/Oder in den Top-Ten wieder.

Die genaue Einwohnerzahl Neubrandenburgs ist derzeit allerdings umstritten. Zwischen den Zahlen des kommunalen Melderegisters und den Ergebnissen des Zensus 2022 bestehen deutliche Differenzen. Während die Stadt für Ende 2024 rund 64.775 Einwohner angibt, kommt das Statistische Landesamt Mecklenburg-Vorpommern auf gut 60.300. Die Stadt hat gegen die Zensus-Ergebnisse Klage eingereicht. Hintergrund sind unter anderem Auswirkungen auf kommunale Zuweisungen, die pro Einwohner erheblich ausfallen können.

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