In der Loitzer Sportbootmarina ist nun möglich, was Bootsbesitzern eigentlich erst nach 2031 erlaubt werden sollte: dauerhafte Liegeplätze. Die Stadt hatte Mitte der 2000er-Jahre den Hafen mit Millionen-Förderung des Landes saniert und ausgebaut. Damals galt die Auflage, keine dauerhaft vermieteten Anlegestellen zu schaffen, um den touristischen Wasserwanderern Platz zu bieten.
Bindungsfrist auf 15 Jahre verkürzt
Ursprünglich war die Bindungsfrist auf 25 Jahre festgelegt, was bis 2031 bedeutet hätte. Doch nach Anpassung an EU-Recht beträgt die Frist nun nur noch 15 Jahre. Dies ermöglichte den Stadtvertretern, auf zahlreiche Anfragen zu reagieren und einen Teil der Marina für Dauerliegeplätze umzuwidmen. Betroffen ist die vordere Hälfte der 14 Liegeplätze auf der Westseite des Hafenbeckens.
Saisonale Nutzung und gewerbliche Einschränkung
Die Regelung gilt jedoch nur saisonal: Eine Überwinterung im Hafen ist ausgeschlossen. Zudem sind gewerbliche Nutzer eingeschlossen, allerdings mit maximal zwei Liegeplätzen pro Anbieter. Aktuell ist nur ein einziger Platz frei, wie Bau- und Ordnungsamtsleiter René Hassenstein mitteilt. Bewerbungen nimmt das Rathaus entgegen.
Sonderstatus für Vereinskutter
Einen Sonderstatus genießt der Kutter „Detlef von Gadebusch“ des örtlichen Ruderklubs. Ihm bleibt die Ecke neben der Einfahrt reserviert, gut geschützt vor Strömung und Kollisionen. Die Ostseite des Hafenbeckens steht kleineren Booten zur Verfügung, darunter auch muskelkraftbetriebene, da das Wasser dort flacher ist.
Keine großen Yachten oder Hausboote
Größere Yachten oder Hausboote sind in der Marina nicht erwünscht. Der Hafen misst an der schmalsten Stelle nur etwa 30 Meter Breite und 70 Meter Länge – zu wenig zum Manövrieren. Solche schwimmenden Gäste müssen am Bollwerk zur Peene hin vertäut werden, das beidseitig der Marina Festmachpunkte auf insgesamt rund 300 Metern bietet. Für Fahrgast- und Flusskreuzfahrtschiffe gilt dort eine Vorfahrtsregelung. Sie legen in der Regel am mittleren Abschnitt auf Höhe des ehemaligen Getreidespeichers an, nach vorheriger Anmeldung beim Hafenmeister.



