Brennende Fackel in Cottbuser Wohnprojekt: Neue Eskalation der Gewalt
Fackelangriff auf Cottbuser Wohnprojekt

In Cottbus hat sich die Sicherheitslage für alternative Wohnprojekte weiter zugespitzt. In der Nacht zum Montag warfen Unbekannte eine brennende Fackel in den Flur des Wohnhauses „WK51“ in der Nähe des Bahnhofs. Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg spricht von einer „Eskalation der Gewalt“ und verweist auf eine Serie von Drohungen und Einschüchterungsversuchen aus der rechtsextremen Szene.

Bewohner in Angst: „Wir dachten, unser Haus brennt“

Die Bewohner des Hauses, darunter internationale Studierende, Handwerker sowie kulturell und zivilgesellschaftlich Engagierte, wurden durch dichten Rauch aus dem Schlaf gerissen. „Mitten in der Nacht stand dichter Rauch in unseren Wohnungen. Wir dachten, unser Haus brennt“, schilderte eine Bewohnerin der Initiative. Alle Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen. Die Polizei stellte die Pyrotechnik sicher und sprach von einer „leichten Sachbeschädigung“ im Flur.

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen. Auch andere bekanntgewordene Fälle werden von der für politisch motivierte Straftaten zuständigen Abteilung bearbeitet. Erst vor rund zehn Tagen hatten Unbekannte vor der Wohnungstür eines Studentenpfarrers randaliert, der für die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg aktiv ist.

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Serie von Angriffen auf alternative Projekte

Der jüngste Angriff ist Teil einer erschreckenden Entwicklung. Bereits im März wurden am „WK51“ Fensterscheiben eingeschlagen. In der Silvesternacht 2024/25 soll es einen Sprengstoffanschlag gegeben haben. Regelmäßig kleben rechte Sticker auf der Haustür. Im Mai 2025 attackierten mehrere Angreifer das alternative Hausprojekt „Zelle 79“ mit Böllern und Fackeln und riefen verfassungsfeindliche Parolen.

Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg fordert nun wirksamen Schutz von Polizei, Politik und den Eigentümern des Hauses. „Dieser Angriff trifft uns als vielfältige Gemeinschaft. Wir erwarten, dass endlich gehandelt wird“, so eine Bewohnerin.

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