Das Aprilwetter in Berlin und Brandenburg war im Jahr 2026 von extremen Gegensätzen geprägt: Während die Region überdurchschnittlich viel Regen verzeichnete, schien gleichzeitig die Sonne ungewöhnlich lange. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) fiel in Brandenburg im April dreimal so viel Niederschlag wie noch im März. Die Meteorologen registrierten vorläufigen Zahlen zufolge 45 Liter pro Quadratmeter. „Im Länderranking könnte dies zusammen mit Sachsen-Anhalt die Spitzenposition bedeuten“, erklärte der DWD.
Lokale Starkregen-Ereignisse
Besonders der Norden Brandenburgs war von heftigen Regenfällen betroffen. Örtlich wurden innerhalb von 24 Stunden 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter gemessen. Berlin folgte im Niederschlagsranking mit 40 Litern pro Quadratmeter auf dem zweiten Platz. Damit erreichte die Hauptstadt exakt den Mittelwert der Referenzperiode von 1961 bis 1990, während Brandenburg vier Liter darunter lag.
Sonnenschein überdurchschnittlich lang
Neben dem vielen Regen gab es auch eine erfreuliche Nachricht: Die Sonne schien in Berlin und Brandenburg insgesamt 255 Stunden. Dieser Wert liegt in Berlin um 94 Stunden über dem langjährigen Mittel von 161 Stunden (Referenzperiode 1961–1990). In Brandenburg waren es 92 Stunden mehr als das Klimamittel. Die Durchschnittstemperatur betrug in Berlin 9,3 Grad, was 0,9 Grad über dem Referenzwert liegt. In Brandenburg lag sie bei 8,7 Grad.
Insgesamt zeigt sich der April 2026 als ein Monat der Extreme: viel Regen, aber auch viel Sonne. Die Region bleibt damit im bundesweiten Vergleich wettermäßig bemerkenswert.



