Mütterrente muss auf den Verhandlungstisch – Kommentar
Mütterrente muss auf den Verhandlungstisch

Die Rentenkommission hat 33 Empfehlungen vorgelegt. Die heftigsten Debatten wird eine einzige auslösen: die Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 63. Denn das wird den Sozialdemokraten extrem viel abverlangen. Um den Gesamterfolg nicht zu gefährden, muss die Union sich durchringen, auch die Mütterrente zur Disposition zu stellen. Das wäre auch sachlich richtig.

Rente ab 63: Überfällige Reform

Selbstverständlich ist die Abschaffung der Rente ab 63 überfällig. Denn mittlerweile geht die Mehrheit der Neurentner vorzeitig in den Ruhestand – die meisten ohne Abschläge. Die mutige Reform des früheren SPD-Chefs und Bundesarbeitsministers Franz Müntefering, das Rentenalter auf 67 zu erhöhen, hat sich so fast ins Gegenteil verkehrt.

Damit muss Schluss sein – nicht nur um die Rentenkasse zu schonen, sondern vor allem, um wertvolle Fachleute im Arbeitsmarkt zu halten. Schon jetzt herrscht in vielen Branchen eklatanter Fachkräftemangel. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie desaströs die Lage wird, wenn die Konjunktur endlich wieder anzieht.

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Mütterrente als politischer Hebel

Die Union, insbesondere die CSU mit Alexander Dobrindt und Markus Söder, hält an der Mütterrente fest. Doch um die Abschaffung der Rente ab 63 durchzusetzen, muss sie bereit sein, auch über die Mütterrente zu verhandeln. Nur so kann ein Gesamtpaket geschnürt werden, das die Rentenfinanzen langfristig stabilisiert.

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