Internationaler Appell für Frieden im Libanon
In einer gemeinsamen diplomatischen Initiative haben zehn Staaten ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen im Libanon gefordert. Die von Kanada verbreitete Erklärung zeigt die wachsende internationale Besorgnis über die eskalierende Gewalt in der Region.
Humanitäre Krise im Fokus
Die Länder äußerten sich zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon. Besonderer Schutz müsse Zivilisten und zivile Infrastruktur vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten erhalten. Die Unterzeichnerstaaten betonten die dringende Notwendigkeit, humanitäre Hilfe zu ermöglichen und die Menschenwürde zu wahren.
Waffenruhe als Hoffnungsschimmer
Positiv bewerteten die zehn Nationen die jüngst zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Diese Entwicklung betrachteten sie als ermutigendes Signal, das nun auch auf den Libanon übertragen werden müsse. Die Forderung nach Frieden im Libanon erfolgte zeitgleich mit ersten direkten Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in Washington.
Eskalation des Konflikts
Im Zuge des Iran-Kriegs war der Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel erneut eskaliert. Die Hisbollah agierte lange Zeit wie ein Staat im Staate, während Israel der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vorwirft. Diese Spannungen haben zu einer gefährlichen Zuspitzung der Lage geführt.
Achtung des Völkerrechts gefordert
In ihrer Stellungnahme mahnten die zehn Länder eindringlich zur Achtung des humanitären Völkerrechts. Sie verurteilten scharf Handlungen, die zum Tod von UN-Friedenstruppen geführt und die Risiken für humanitäres Personal im Südlibanon erheblich erhöht hätten. Bei mehreren Vorfällen Ende März waren drei UN-Blauhelmsoldaten getötet worden:
- Ein Angriff am 29. März erfolgte durch einen Panzer der israelischen Armee
- Ein zweiter Angriff am 30. März durch eine von der Hisbollah gelegte Sprengfalle
UN-Mission zwischen den Fronten
Die UN-Friedensmission Unifil gerät regelmäßig zwischen die Fronten des Konflikts. Seit 1978 stationieren die Vereinten Nationen Blauhelmsoldaten in der Grenzregion, aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt. Diese internationale Präsenz unterstreicht die globale Bedeutung der Stabilität in der Region.
Internationale Unterstützung
Zu den Unterzeichnern der gemeinsamen Mitteilung gehören:
- Australien
- Brasilien
- Kanada
- Kolumbien
- Indonesien
- Japan
- Jordanien
- Sierra Leone
- die Schweiz
- das Vereinigte Königreich



