WM-Skandal: Deutsche Politiker kritisieren Trump-Einfluss
WM-Skandal: Deutsche Politiker kritisieren Trump-Einfluss

Annullierte Rot-Sperre sorgt für Empörung

Die Entscheidung des Weltfußballverbands FIFA, die Rote Karte gegen einen US-Spieler bei der Fußball-Weltmeisterschaft aufzuheben, hat in Deutschland scharfe politische Reaktionen ausgelöst. Deutsche Politiker werfen der FIFA vor, sich dem Druck von US-Präsident Donald Trump gebeugt zu haben. „Das wäre ein handfester Skandal“, sagte eine SPD-Politikerin gegenüber dem SPIEGEL. Die Annullierung der Sperre sei ein beispielloser Vorgang, der das Vertrauen in die Integrität des Fußballs erschüttere.

Hintergründe der Entscheidung

Der US-Spieler war im Achtelfinale gegen eine südamerikanische Mannschaft nach einer harten Grätsche des Feldes verwiesen worden. Die FIFA-Berufungskommission hob die Sperre jedoch überraschend auf, sodass der Spieler im Viertelfinale eingesetzt werden konnte. Kritiker sehen darin einen direkten Einfluss Trumps, der sich zuvor öffentlich über die Rote Karte beschwert hatte. „Trump hat Infantino persönlich angerufen, das ist bekannt“, so die SPD-Politikerin weiter. Die FIFA selbst bestreitet jegliche politische Einflussnahme und verweist auf die Unabhängigkeit der Kommission.

Reaktionen aus der Politik

Neben der SPD äußerten sich auch Politiker anderer Parteien kritisch. Ein CDU-Sportpolitiker nannte die Entscheidung „ein fatales Signal für den Sport“. Die Grünen forderten eine transparente Aufklärung des Vorgangs. „Wenn sich hier politischer Druck bestätigt, muss die FIFA Konsequenzen ziehen“, sagte eine grüne Bundestagsabgeordnete. Die AfD hingegen zeigte Verständnis für die Entscheidung und warf den Kritikern „übertriebene Hysterie“ vor.

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Auswirkungen auf den Fußball

Der Skandal überschattet die laufende WM und wirft Fragen nach der Unabhängigkeit der Sportgerichtsbarkeit auf. „Die Glaubwürdigkeit des Fußballs steht auf dem Spiel“, kommentierte ein Sportrechtler. Die FIFA kündigte an, die Regeln für Berufungsverfahren zu überprüfen. Ob es tatsächlich zu einer Reform kommt, bleibt jedoch abzuwarten. Die USA erreichten trotz der Kontroverse das Halbfinale, was die Diskussionen weiter anheizt.

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