WM gestartet, Iran-Krieg nicht vorbei: Trump droht Widerstand aus eigener Partei
WM gestartet, Iran-Krieg nicht vorbei: Trump droht Widerstand

Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft sollte der Iran-Krieg eigentlich beendet sein, damit US-Präsident Donald Trump sich selbst inszenieren und den vermeintlichen Sieg als Erfolg verkaufen kann. Doch die US-Regierung verstrickt sich weiterhin in den Konflikt. In dieser Woche griffen sich die USA und der Iran erneut gegenseitig an. Trump verkündete am Samstag, dass für Sonntag die Unterzeichnung einer Friedensvereinbarung geplant sei. Der Iran dementierte dies jedoch umgehend.

Trump verliert entscheidenden Macht-Hebel

Die Hängepartie wird für Trump zunehmend auch innenpolitisch zum Problem. Obwohl der Präsident immer wieder einen nahenden Deal mit dem Iran verspricht, könnte seine Kontrolle über die republikanische Partei weiter schwinden. Laut Harvard-Politologe Prof. Matthew Baum sorgen sinkende Umfragewerte und das Ende der Vorwahl-Saison dafür, dass kritische republikanische Abgeordnete weniger Angst vor Trump haben. Baum sagte gegenüber BILD: „Der Krieg gegen den Iran ist äußerst unpopulär, was ihn zu einem Hauptgrund für wachsenden Widerstand macht.“

In den letzten Wochen hatte Trump loyalen Abgeordneten seine Unterstützung („endorsement“) zugesichert, was für deren Erfolg bei den Midterm Elections im November entscheidend ist. Viele Kritiker aus den eigenen Reihen verloren sein Vertrauen. Doch diese Phase geht nun zu Ende. „Die Vorwahlsaison endet, was die Republikaner im Kongress von unmittelbarer Angst befreit. Da auch Trumps Zustimmungswerte weiter sinken, wird sich zunehmend Widerstand abzeichnen“, so Baum. Bei den Zwischenwahlen im November könnten sich Republikaner von Trump abwenden, wenn sie glauben, dass seine Politik ihren Wiederwahlchancen schadet.

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US-Inflation steigt auf über 4 Prozent

Unterdessen explodieren die Verbraucherpreise in den USA. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Inflation im Mai erstmals seit drei Jahren auf über vier Prozent gestiegen ist. Damit legte die Inflation den zweiten Monat in Folge deutlich zu und überschreitet das von der US-Notenbank Fed angestrebte Ziel von zwei Prozent. Für Energie mussten 23,5 Prozent mehr gezahlt werden als im Vorjahr, Benzin verteuerte sich sogar um 40 Prozent. Dies ist Gift für Trumps Zustimmungswerte.

Auf die Frage eines Journalisten zur gestiegenen Inflation antwortete Trump am Mittwoch: „Die Zahlen waren großartig. Ich liebe die Inflation.“ Doch seine Beunruhigung ist offensichtlich. Am Freitag starteten die USA erfolgreich mit 4:1 gegen Paraguay in die Fußball-WM – jedoch ohne Trump im Stadion. Nachdem er bei einem NBA-Spiel ausgebuht worden war, sagte er seinen Auftritt im Stadion von Los Angeles ab.

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