Probleme vor Helgoland: Havarierte Fähre „Funny Girl“ erreicht den sicheren Hafen in Cuxhaven
Bei starkem Wind fiel der Motor aus – und das in der offenen Nordsee vor Helgoland: Über Stunden harrten rund 60 Passagiere auf der manövrierunfähigen „Funny Girl“ aus. Nun ist das rettende Festland erreicht.
Die havarierte Helgoland-Fähre mit rund 60 Passagieren an Bord ist am Abend am Festland angekommen. Die „Funny Girl“ machte gegen 22.30 Uhr in Cuxhaven fest, wie ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger der Nachrichtenagentur dpa sagte. Wegen eines technischen Defekts war die Fähre zuvor manövrierunfähig vor Helgoland getrieben. Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, fiel rund fünf Kilometer vor der Insel der Motor aus. An Bord waren etwa 60 Passagiere. Verletzt wurde niemand.
Der Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger machte sich auf den Weg, um das Schiff zu schleppen. Da nach Angaben der Polizeisprecherin ein Anlegen auf Helgoland nicht möglich war, musste die Fähre mit allen Passagieren ins niedersächsische Cuxhaven gebracht werden. Dafür wurde die „Funny Girl“ nach Angaben der Seenotretter an den Schlepper „Nordic“ übergeben. Der Seenotrettungskreuzer begleite den Verband weiter, falls medizinische Hilfe nötig werde. Zudem wehe ein Westwind mit rund 60 Kilometern pro Stunde, was die Lage erschwere.
Menschen sollen noch heute Helgoland verlassen können
In Cuxhaven soll die „Funny Girl“ nach Angaben der Reederei Adler & Eils technisch untersucht werden. Die Fahrgäste würden betreut, ihre Weiter- oder Rückreise werde organisiert. Auch für die auf Helgoland wartenden Passagiere würden Ersatzlösungen eingerichtet, sodass sie noch heute abreisen könnten, hieß es. Wie lange die Fähre zwischen Helgoland und Büsum ausfällt, war zunächst unklar. Medienberichten zufolge bleibt sie mindestens am Sonntag und Montag außer Betrieb.
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art auf der „Funny Girl“. Im Oktober 2024 hatte es an Bord einen Stromausfall gegeben. Das knapp 70 Meter lange Schiff trieb nach der Havarie stundenlang mit etwa 250 Passagieren an Bord antriebslos in der Nordsee. Dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge hatte eine Schalttafel der Elektrik für den Maschinenraum ihren Dienst eingestellt. Deswegen seien beide Generatoren ausgefallen, die Kühlung der Maschinen und damit die Maschinen selbst. Der Notgenerator konnte dem Bericht zufolge keinen Strom ins Netz einspeisen.



