Ein 18-jähriger Student wird mit einem Schwert angegriffen, windet sich am Boden, fleht siebenmal „Ich kann nicht atmen“ – und wird in Handschellen gelegt, statt gerettet. Erst vor Gericht kommt heraus, wie der Täter und sein Bruder mit einem falschen Rassismus-Vorwurf die Polizei in die Irre führten. BILD-Reporter rekonstruieren Henry Nowaks letzte Stunden Schritt für Schritt und erleben vor Ort, wie die Polizei heute reagiert und warum Southampton in Wut versinkt.
Die letzten Minuten von Henry Novak
Am Abend des 9. Juni 2026 gegen 22 Uhr wurde der 18-jährige Student Henry Novak in Southampton von einem Schwertangreifer attackiert. Nachbarn hörten Hilferufe und alarmierten die Polizei. Als die Beamten eintrafen, fanden sie Henry am Boden liegend, schwer verletzt. Er flehte siebenmal: „Ich kann nicht atmen.“ Doch statt sofortige medizinische Hilfe zu leisten, legten die Polizisten ihm Handschellen an, weil der Täter und sein Bruder behaupteten, Henry habe rassistische Beleidigungen gerufen. Diese Anschuldigung stellte sich später vor Gericht als falsch heraus.
Die falsche Rassismus-Behauptung
Der Angreifer und sein Bruder hatten die Polizei gezielt in die Irre geführt. Sie gaben an, Henry habe sie zuvor rassistisch beschimpft, was die Beamten veranlasste, ihn als Täter zu behandeln. Erst die Obduktion und Zeugenaussagen widerlegten diese Darstellung. Henrys Familie und Anwälte kritisieren das Vorgehen der Polizei scharf: „Ihm wurde die letzte Chance auf Rettung genommen.“
Reaktionen in Southampton
Die Enthüllungen haben in Southampton eine Welle der Empörung ausgelöst. Bürger protestieren gegen Polizeigewalt und Rassismus. Die Polizeibehörde kündigte eine interne Untersuchung an. „Wir müssen aus diesem tragischen Fall lernen“, sagte ein Sprecher. Henrys Tod wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren von Vorurteilen und falschen Anschuldigungen im Polizeieinsatz.
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