„Sie feuern jetzt! Lasst mich umdrehen!“: Verzweifelter Funkspruch eines Tanker-Kapitäns im Persischen Golf
Verzweifelter Funkspruch: Tanker-Kapitän unter Beschuss in Hormus

Dramatischer Angriff in der Straße von Hormus: Indischer Tanker unter Beschuss

Nur wenige Stunden, nachdem der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus als „vollständig geöffnet“ deklariert hatte, schlossen die iranischen Revolutionsgarden die Meerenge erneut. Die Drohung aus Teheran war unmissverständlich: Jedes Schiff in der Nähe würde als Ziel betrachtet. Wie ernst es dem Regime damit ist, musste der indische Öltanker „Sanmar Herald“ am eigenen Leib erfahren. Ein jetzt veröffentlichter Funkmitschnitt dokumentiert die dramatischen Minuten, in denen das Schiff knapp einer Katastrophe entging.

Verzweifelter Appell über Funk: „Sie feuern jetzt!“

Laut Berichten der britischen Zeitung „Sun“ verfügte der Tanker eigentlich über eine offizielle Erlaubnis zur Durchquerung der Meerenge, als die iranischen Einheiten plötzlich das Feuer eröffneten. In der Tonaufnahme ist der Kapitän zu hören, der verzweifelt um das Leben seiner Crew und die Sicherheit seines Schiffes kämpft. Die Angst in seiner Stimme ist deutlich vernehmbar.

Er richtet einen dringlichen Appell an die Marine-Spezialeinheit der iranischen Revolutionsgarden: „Dies ist das Motorschiff ‚Sanmar Herald‘. Sie haben mir die Erlaubnis zur Abreise erteilt, mein Name steht an zweiter Stelle auf Ihrer Liste.“ Dann folgt der verzweifelte Ausruf: „Sie feuern jetzt! Lasst mich umdrehen!“

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Notmanöver mitten in der Meerenge

Unmittelbar nach den Schüssen stoppte der Kapitän die Maschinen, riss die Ruder nach rechts herum und gab dann Vollgas, um von den Angreifern wegzukommen. Auf Schiffs-Tracking-Karten ist deutlich zu erkennen, wie der Tanker mitten in der engen Meerenge eine spektakuläre Wendung vollzieht und mit höchstmöglicher Geschwindigkeit zurück in den Persischen Golf flüchtet.

Das britische Seefahrt-Operationszentrum (Maritime Trade Operations Centre) bestätigte, dass die Crew des betroffenen Tankers unverletzt blieb – allerdings nur durch großes Glück. Nach Angaben des Kapitäns wurden die Brückenfenster des Schiffes durch die Schüsse beschädigt.

Mehrere Schiffe attackiert – Teheran betont Kontrolle

Der Vorfall war kein Einzelfall. Sicherheitskreise berichten von mehreren Angriffen in der Region. Auch ein ohne Passagiere fahrendes Kreuzfahrtschiff der TUI wurde bedroht. In der Nähe des Schiffes sei ein Einschlag gemeldet worden, allerdings ohne nennenswerte Schäden.

Die iranische Regierung betonte unterdessen, man habe die „Kontrolle über die Straße von Hormus“ wieder vollständig übernommen. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt.

Die dramatischen Ereignisse werfen erneut ein Schlaglicht auf die angespannte Sicherheitslage in der Region und die Gefahren für die internationale Schifffahrt in politisch sensiblen Gewässern.

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