US-Militär wehrt iranische Drohnen ab und greift Radarstationen an
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Straße von Hormus vier iranische Kampfdrohnen abgewehrt, die eine Bedrohung für die Schifffahrt darstellten. Anschließend griffen US-Streitkräfte Radarstellungen auf der Insel Qeschm sowie in der Ortschaft Goruk im Iran an, um sich gegen weitere Angriffe zu verteidigen. Dies teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) mit. Eigentlich gilt seit knapp zwei Monaten eine Waffenruhe in dem Krieg, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels gegen den Iran begann. Dennoch kommt es immer wieder zu vereinzelten gegenseitigen Angriffen. Parallel laufen zähe Verhandlungen für ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran.
Kuwait kauft Drohnenabwehrsystem für zwei Milliarden Dollar
Der Golfstaat Kuwait hat beim Verbündeten USA ein Abwehrsystem gegen Drohnenangriffe im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar (etwa 1,7 Milliarden Euro) bestellt. Das US-Außenministerium genehmigte den Verkauf. Hauptauftragnehmer ist das Unternehmen Anduril mit Sitz in Kalifornien. Wann das System geliefert wird, blieb zunächst unklar. Kuwait wurde im Zuge des Iran-Kriegs immer wieder Ziel iranischer Angriffe. Erst am Mittwoch hatte eine Drohne den internationalen Flughafen getroffen, wobei mindestens eine Person getötet und Dutzende verletzt wurden. Der ölreiche Staat beherbergt US-Militärstützpunkte, weshalb der Iran ihn immer wieder attackiert.
Trump: Iran verfügt noch über 21 bis 22 Prozent seiner Raketen
US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Interview mit NBC News, der Iran besitze immer noch einige Raketen und Drohnen. „Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind eine Menge Raketen, aber es ist nicht mehr das, was es war, als wir zum ersten Mal angegriffen haben“, so Trump.
Medienbericht: USA schießen iranische Drohnen über der Straße von Hormus ab
Nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN hat der Iran mehrere Drohnen in Richtung der Straße von Hormus entsandt. US-Kampfflugzeuge hätten mindestens vier der Drohnen abgefangen, berichtete der Sender unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter.
Iranische Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe vor ihrer Südküste abgefeuert. Zwei US-Zerstörer seien aus dem Arabischen Meer zurückgedrängt worden, hieß es in einer Erklärung der Armee. Dabei seien Kamikazedrohnen und Antischiffs-Marschflugkörper abgefeuert worden. Ein Reporter des staatlichen Fernsehens sagte, der Vorfall habe sich in den vergangenen 48 Stunden ereignet. Die US-Marine habe mit ausgeschalteten Navigationssystemen in den Persischen Golf einlaufen wollen.
Libanon: Sechs Tote nach israelischen Angriffen
Das israelische Militär forderte die Bewohner von neun Dörfern im Süden des Libanon auf, die Gegend zu verlassen. Knapp drei Stunden später griffen Kampfflugzeuge an. Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA gab es sechs Tote. Hunderte Familien flohen. Die Angriffe erfolgten, nachdem die Hisbollah das jüngste Waffenruheabkommen zwischen Israel und der libanesischen Regierung abgelehnt hatte. Die Regierung in Beirut wirft der schiitischen Hisbollah vor, den Libanon in einen Krieg mit Israel hineingezogen zu haben.
Hisbollah-Chef lehnt Verhandlungen ab
Der Chef der Hisbollah-Miliz, Naim Kassem, bezeichnete die Verhandlungen mit Israel als „schamlos“. Die Ankündigung Washingtons zu einer Waffenruhe sei ein „Fahrplan zur Vernichtung eines Teils des libanesischen Volkes“. Für die Miliz seien eine vollständige Waffenruhe und der Abzug Israels aus dem Süden des Libanon entscheidend. Solange Israel im Land bleibe, werde der Widerstand fortgesetzt.
UN-Soldat stirbt bei Mörserangriff im Libanon
Ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil ist bei einem Mörserangriff im Südlibanon gestorben. Der Angriff ereignete sich nahe der Ortschaft Mardsch Ujun. Zwei weitere Blauhelme wurden verletzt. Israel warf der Hisbollah vor, für den Angriff verantwortlich zu sein. Unifil leitete eine Untersuchung ein.
American Airlines streicht Flüge wegen hoher Kerosinkosten
Wegen stark gestiegener Kerosinkosten infolge des Iran-Kriegs setzt American Airlines in diesem Sommer vorübergehend einige Strecken aus. Die US-Fluggesellschaft erklärte, sie habe ihr Angebot auf „ausgewählten Strecken“ im August und September angepasst. Betroffenen Reisenden würden alternative Verbindungen oder Erstattungen angeboten. Der Kerosinpreis lag zuletzt bei knapp 142 Dollar je Barrel, deutlich mehr als vor Kriegsbeginn.
Israelische Armee tötet vier Hamas-Mitglieder im Gazastreifen
Israels Armee hat trotz geltender Waffenruhe eigenen Angaben zufolge vier Hamas-Mitglieder im Norden des Gazastreifens getötet. Medizinische Kreise hatten zuvor neun Tote bei israelischen Angriffen gemeldet. Laut Armee gehörten die Männer zum Allgemeinen Sicherheitsapparat der Hamas, der hochrangige Hamas-Leute schütze. Die Hamas bestätigte dies zunächst nicht.
Druck der USA: Milizen im Irak beginnen Entwaffnung
Eine einflussreiche schiitische Miliz im Irak hat unter der neuen Regierung ihre Waffen abgegeben – Berichten zufolge nach Druck der USA. Die Gruppierung Saraja al-Salam übergab in Samarra ihre Waffen an die irakische Armee. Der neue Ministerpräsident Ali al-Saidi überwacht die Umsetzung des Plans.
Drohnenalarm nach Netanjahu-Besuch im Norden Israels
Kurz nach einem Besuch von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Nordisrael wurden in mehreren Grenzorten Warnsirenen wegen Drohnenalarms ausgelöst. Das israelische Militär teilte mit, die Sirenen seien durch Versuche ausgelöst worden, mehrere Drohnen abzufangen, die im Süden des Libanons eingeschlagen seien. Verletzte gab es nicht.
IAEA: Keine großen Änderungen bei Irans Atomprogramm
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sieht trotz des Krieges keine größeren Veränderungen am iranischen Atomprogramm. In einem vertraulichen Bericht fordert die IAEA Teheran erneut auf, den Verbleib von Beständen an angereichertem Uran zu klären. Seit einer Bombardierung der wichtigsten Atomanlagen im vergangenen Juni fehlt von dem Material jede Spur. Die Behörde habe seit fast einem Jahr keinen Zugang mehr, um die Bestände zu überprüfen.
Israel zieht sich aus libanesischem Grenzort zurück
Als Teil der Umsetzung einer Waffenruhe zog sich die israelische Armee aus dem libanesischen Grenzort Dibbin zurück. Die libanesischen Streitkräfte rückten in die Stadt ein und beseitigten von Israelis errichtete Barrieren. Spezialisierte Teams räumten Blindgänger.
Libanon: Waffenruhe soll innerhalb von 24 Stunden beginnen
Der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, eine von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel könne innerhalb von 24 Stunden in Kraft treten, sofern alle Parteien zustimmen. Die Hisbollah äußerte sich bislang nicht zu der Feuerpause und feuert weiter auf israelische Truppen.
Trump stellt rasche Einigung mit dem Iran in Aussicht
US-Präsident Donald Trump stellte eine baldige Einigung in den Verhandlungen mit dem Iran in Aussicht. Die Gespräche liefen gut, die Unterzeichnung von Dokumenten stehe kurz bevor. Ein Abschluss könne bereits am Wochenende erfolgen. Zudem kündigte Trump an, die USA würden die iranischen Bestände an hochangereichertem Uran übernehmen.
USA: Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe
Israel und der Libanon haben sich nach US-Angaben auf eine Waffenruhe geeinigt. Voraussetzung sei die vollständige Einstellung des Feuers durch die Hisbollah und ihr Rückzug aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses. In der Woche vom 22. Juni sollen direkte Gespräche für ein umfassendes Abkommen fortgesetzt werden.



