USA sehen entscheidende Tage im Iran-Krieg: Bunkerbrechende Bomben und diplomatische Weichenstellung
USA: Entscheidende Tage im Iran-Krieg mit bunkerbrechenden Bomben

USA sehen entscheidende Tage im Iran-Krieg: Bunkerbrechende Bomben und diplomatische Weichenstellung

Die Vereinigten Staaten und Israel verzeichnen nach eigenen Angaben bedeutende Erfolge im anhaltenden Konflikt mit dem Iran. Die Zahl der von Teheran abgefeuerten Raketen und Drohnen ist auf einen historischen Tiefstand gesunken, wie US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in Washington erklärte. Gleichzeitig kündigte er eine entscheidende Weichenstellung für die kommenden Tage an.

Hegseth: „Wir werden mit Bomben verhandeln“

Bei einer Pressekonferenz in der amerikanischen Hauptstadt betonte Hegseth, dass innerhalb nur eines Monats die Bedingungen für eine mögliche Beendigung des Konflikts geschaffen worden seien. „Die kommenden Tage werden entscheidend sein“, so der Minister. Er bekräftigte seine Präferenz für eine friedliche Lösung durch ein Abkommen, fügte jedoch hinzu: „In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln.“

Hegseth appellierte an die neue iranische Führung, sich klüger zu verhalten als ihre Vorgänger und einem solchen Abkommen zuzustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. Sollte der Iran nicht kooperieren, drohte Hegseth mit einer weiteren Eskalation: „Das US-Kriegsministerium wird mit noch größerer Intensität weitermachen.“

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Militärische Lage: Iran trotz Angriffen am Ende?

Obwohl am Dienstag weiterhin Angriffe des Iran auf Israel, Saudi-Arabien und Kuwait gemeldet wurden, die Verletzte und Sachschäden verursachten, beharrte Hegseth auf seiner Einschätzung, dass der Iran militärisch am Ende sei. „Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab“, erklärte er. Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden.

Zuletzt hatten die USA mit bunkerbrechenden Bomben iranische Militäreinrichtungen angegriffen. Medienberichten zufolge waren große Munitionsdepots im Raum Isfahan das Ziel dieser Attacken. Der Iran bestätigte die Angriffe, doch liegen noch keine detaillierten Informationen über das Ausmaß der Schäden oder mögliche Opfer vor, wie der Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi, mitteilte.

Schwere Explosionen und Atomanlage Isfahan

In der Zielregion liegt auch die bedeutende Atomanlage Isfahan. Die Internationale Atomenergiebehörde geht davon aus, dass die Islamische Republik dort zumindest Teile ihres hochangereicherten Urans unterirdisch gelagert hat. Aufnahmen in sozialen Medien zeigten schwere Explosionen in der Nacht, mit einem glühend orangefarbenen Nachthimmel als Folge der Bombardierungen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte in einem Interview, dass die Zerstörung der Uranvorräte Teherans aktuell das zentrale Ziel der Angriffe sei. Zum Verlauf des Krieges sagte er: „Wir haben mehr als die Hälfte des Weges zum Erfolg unserer Mission zurückgelegt.“

Weitere Entwicklungen im Konflikt

  • Nach einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel gab es mehrere Einschläge im Großraum Tel Aviv, bei denen sechs Menschen verletzt wurden.
  • Der Iran setzt den Beschuss benachbarter Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen fort, wobei ein kuwaitischer Öltanker vor der Küste von Dubai getroffen wurde und Feuer fing.
  • Die Durchfahrt der strategisch wichtigen Straße von Hormus bleibt ungewiss, obwohl mindestens drei chinesischen Schiffen die Passage nach Abstimmung mit allen Seiten gelang.
  • Das Ifo-Institut warnt, dass der Iran-Krieg zu einer großen Belastung für die deutsche Wirtschaft wird, da 90 Prozent der Industrieunternehmen negative Auswirkungen erwarten.
  • Im Süden Libanons gehen die Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz weiter, mit Berichten über hunderte getötete Kämpfer.

Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft die Entwicklungen in den kommenden Tagen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

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