Matthäus sieht Völler als Schlüsselfigur in DFB-Konflikt
Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bleibt bei seiner Einschätzung, dass zwischen Bundestrainer Julian Nagelsmann und Torwart Manuel Neuer ein schwieriges Verhältnis besteht. In der aktuellen Debatte um ein mögliches DFB-Comeback des Bayern-Keepers bringt Matthäus nun Sportdirektor Rudi Völler als möglichen Vermittler ins Spiel.
„Der Einzige, der dieses Wunder schaffen könnte“
„Das ist der größte Job, den Rudi Völler hat“, erklärte Matthäus am Sonntag im Programm Sky90. Der ehemalige Nationalspieler verglich Völlers potenzielle Vermittlerrolle mit der Autorität von Franz Beckenbauer: „Auf ihn hört man. Vielleicht hört ein Julian Nagelsmann auch auf ihn, vielleicht ruft er Manuel Neuer mal an.“
Matthäus unterstrich seine Hoffnung auf eine Versöhnung: „Der Einzige, der dieses Wunder schaffen könnte, wäre Rudi Völler. Denn zu ihm haben beide einen guten Kontakt.“ Der Rekordnationalspieler zeigte sich überzeugt, dass ein Gespräch mit einer Respektsperson wie Völler durchaus Wirkung zeigen könnte.
Neuer widerspricht öffentlich den Spannungsgerüchten
Manuel Neuer hatte bereits am Samstagabend im ZDF Sportstudio die Gerüchte über ein angespanntes Verhältnis zu Nagelsmann entschieden zurückgewiesen. „Das stimmt ja überhaupt nicht“, stellte der Münchner Schlussmann klar und verwies auf ihre gemeinsame Vergangenheit: „Wir haben uns damals ausgetauscht, er war mein Trainer gewesen. Ich war ja auch bei der Europameisterschaft Torwart unter ihm gewesen.“
Der Nationaltorhüter betonte nachdrücklich: „Wir haben kein schlechtes Verhältnis. Wir haben ein gutes Verhältnis. Was von außen gesprochen wird, das interessiert ihn und mich nicht. Deshalb sind wir da entspannt.“
Matthäus wünscht sich Neuer bei der WM
Trotz Neuers Dementi bleibt Matthäus bei seiner Position, dass zwischen Trainer und Torwart das „Tischtuch so zerschnitten“ sei, dass es kaum mehr zu kitten wäre. Gleichzeitig äußerte er den deutlichen Wunsch, Neuer bei der anstehenden Weltmeisterschaft im DFB-Tor zu sehen: „Ich würde mich für den deutschen Fußball freuen, wenn die besten Spieler auf ihren Positionen auch bei der Weltmeisterschaft dabei sind.“
Die kontroverse Diskussion zeigt, wie sehr die Personalie Manuel Neuer die deutsche Fußballöffentlichkeit bewegt. Während der Torwart selbst Harmonie betont, sieht Matthäus weiterhin Klärungsbedarf – und setzt seine Hoffnungen ganz auf die vermittelnden Fähigkeiten von Sportdirektor Rudi Völler.



