US-Senat bestätigt Trump-Loyalist Mullin als neuen Heimatschutzminister
Der US-Senat hat den Republikaner Markwayne Mullin mit einer deutlichen Mehrheit von 54 zu 45 Stimmen als neuen Heimatschutzminister bestätigt. Der 48-jährige Politiker aus Oklahoma, der als treuer Unterstützer von US-Präsident Donald Trump gilt, übernimmt damit die Führung der für Innere Sicherheit zuständigen US-Behörde. Seine Vereidigung ist für den kommenden Dienstag geplant.
Nachfolger von Kristi Noem
Mullin folgt auf Kristi Noem, die Anfang des Monats von Präsident Trump entlassen wurde. Noem, die einst Trumps Wunschkandidatin für den Posten war, hatte mit ihrem aggressiven Vorgehen bei Abschiebungen für erhebliche Kritik gesorgt. Sie geriet insbesondere wegen der rigorosen Einsätze der dem Ministerium zugeordneten Einwanderungsbehörde ICE in Bedrängnis. Anfang des Jahres waren zwei US-Amerikaner durch tödliche Schüsse von Einsatzkräften ums Leben gekommen, an denen ICE beteiligt war.
Mullins politischer Hintergrund
Der neu bestätigte Minister war vor seiner Ernennung zehn Jahre lang Mitglied des Repräsentantenhauses und drei Jahre Senator. Anhänger beschreiben ihn als pragmatischen Verhandler, der über Parteigrenzen hinweg arbeite. In seiner Anhörung vor dem Senat kündigte Mullin an, einen gemäßigteren Ton als seine Vorgängerin Noem anschlagen zu wollen. Er betonte, dass er mit Noem befreundet sei, aber einen anderen Führungsstil habe. Zudem entschuldigte er sich dafür, einen der beiden bei den ICE-Einsätzen getöteten US-Amerikaner als „psychisch gestört“ bezeichnet zu haben.
Herausforderungen und Kritik
Der Trump-Loyalist steht nun vor der schwierigen Aufgabe, die harte Abschiebepolitik des Präsidenten umzusetzen, ohne weiteren Unmut in der US-Bevölkerung zu schüren. Kritiker werfen Mullin ein impulsives Auftreten vor und bezweifeln, ob er die polarisierende Einwanderungspolitik moderater gestalten kann. Seine Nominierung durch Trump erfolgte nur wenige Wochen nach der Entlassung von Noem, was die politischen Turbulenzen in diesem Ressort unterstreicht.
Privates und sportliche Vergangenheit
Laut US-Medien ist Mullin verheiratet und Vater von sechs Kindern. Vor seiner politischen Karriere führte er erfolgreich einen familieneigenen Sanitärbetrieb. Besonders bemerkenswert ist seine Vergangenheit als professioneller Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (MMA), eine Disziplin, bei der Kämpfer im käfigartigen Ring mit Techniken aus Boxen, Kickboxen und Ringen gegeneinander antreten. MMA ist ein vor allem in den USA beliebter Kampfsport, und auch Präsident Trump gilt als bekennender Fan dieser Sportart. Anders als beim Wrestling sind die Kämpfe im MMA nicht gestellt, was Mullins Hintergrund als ehemaliger Sportler zusätzlich hervorhebt.



