Zweifel an Aufrichtigkeit: Trump unzufrieden mit iranischem Deal-Vorschlag
US-Präsident Donald Trump (79) steht einem neuen Abkommen mit dem Iran skeptisch gegenüber. Der Iran schlug der US-Regierung vor Kurzem ein Abkommen vor: Die Straße von Hormus soll geöffnet, der Krieg beendet werden. Über das iranische Atomprogramm aber soll erst später verhandelt werden. Trump ist den Plänen gegenüber jedoch skeptisch, wie mehrere Medien berichten.
Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, hege jedoch Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Auch die New York Times berichtete, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.
Trump: Verhandlungen am Telefon möglich
Der Iran hatte Vermittlern das Angebot unterbreitet, seine Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus einzustellen – im Gegenzug für eine vollständige Beendigung des Krieges, einschließlich der Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen durch die USA und der Verschiebung der Atomverhandlungen. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi unterbreitete den Vorschlag am Wochenende während seiner Reise durch die Region und nach Pakistan. Er soll den Stillstand im Konflikt überwinden und die Gespräche wieder in Gang bringen, sagten Insider laut WSJ.
Trump und sein nationales Sicherheitsteam stünden dem iranischen Angebot jedoch skeptisch gegenüber, sagten US-Beamte. Trump hatte zuvor erklärt, Verhandlungen könnten telefonisch statt persönlich stattfinden.
Bedeutung der Straße von Hormus
Der Iran blockiert weiterhin den internationalen Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Die Meerenge ist unter anderem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden.
Die USA fordern vom Iran unter anderem die Herausgabe von hoch angereichertem Uran und den Verzicht auf eine Atombombe. Die Führung in Teheran dementiert Pläne zum Bau von Atomwaffen, besteht aber auf ihrem Recht auf ein ziviles Nuklearprogramm, inklusive des Rechts zur Anreicherung von Uran.



