US-Präsident Donald Trump will einer Zeitung zufolge das Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste verkleinern. Er habe den designierten kommissarischen Geheimdienstkoordinator Bill Pulte angewiesen, mit der Entlassung einer großen Zahl von Mitarbeitern zu beginnen, sagte Trump dem „Wall Street Journal“ am Freitag.
Trump: Büro sei unnötig und zu groß
Das Büro, das 18 Bundesbehörden und -einheiten beaufsichtigt, sei „unnötig und/oder zu groß“, sagte der Präsident. „Ich hätte es gerne kleiner. Ich glaube, es gibt dort viele Leute, die da nichts zu suchen haben“, zitierte ihn die Zeitung.
Pulte soll das Amt am 30. Juni von der derzeitigen Amtsinhaberin Tulsi Gabbard übernehmen, ist jedoch nur für maximal 210 Tage als kommissarischer Direktor vorgesehen. Trump deutete am Donnerstag an, dass er den 38-jährigen Chef der Bundesbehörde für Wohnungsfinanzierung nicht als dauerhaften Direktor nominieren werde.
Pulte ohne Sicherheitserfahrung
Pulte verfügt über keine Erfahrung im Sicherheitsbereich. Auch Außenminister Marco Rubio erklärte bei einer Kongressanhörung am Mittwoch, er habe den Namen Pulte trotz seiner jahrelangen Tätigkeit im Geheimdienstausschuss des Senats noch nie gehört. Demokraten und einige Republikaner kritisieren die Ernennung scharf. Pulte hatte seine bisherige Position genutzt, um Ermittlungen wegen angeblichen Hypothekenbetrugs gegen mehrere vermeintliche Gegner Trumps voranzutreiben.
Die Entscheidung Trumps sorgt für weitere Kontroversen in Washington. Kritiker bemängeln, dass die Verkleinerung des Geheimdienstkoordinatorenbüros die nationale Sicherheit gefährden könnte. Befürworter hingegen loben den Schritt als notwendigen Bürokratieabbau. Die Entwicklungen werden mit Spannung verfolgt, da Pulte nun vor der Herausforderung steht, die Behörde umzustrukturieren.



