Trump verlängert Waffenstillstand mit Iran: Poker um Islamabad-Gipfel geht weiter
Trump verlängert Waffenstillstand mit Iran

Trump setzt im Iran-Konflikt auf Zeit statt auf Eskalation

Nach Tagen der angespannten Lage und drohender militärischer Eskalation hat US-Präsident Donald Trump (79) einen überraschenden Schritt unternommen. Der Waffenstillstand mit dem Iran, der eigentlich am Mittwoch um 20 Uhr Ortszeit Washington auslaufen sollte, wurde auf unbestimmte Zeit verlängert. Diese Entscheidung erfolgte auf Wunsch des Vermittlerstaats Pakistan, um dem als „fragmentiert“ bezeichneten Regime in Teheran mehr Zeit für die Ausarbeitung konkreter Verhandlungspositionen einzuräumen.

Diplomatisches Chaos vor geplantem Islamabad-Gipfel

Die Verlängerung des Waffenstillstands folgte auf ein diplomatisches Chaos rund um ein geplantes Friedenstreffen in Islamabad. Eigentlich sollte Vizepräsident JD Vance (41) bereits am Dienstag in die pakistanische Hauptstadt reisen, um mit iranischen Vertretern zu verhandeln. Doch die „Air Force Two“ blieb am Boden, und auch von iranischer Seite gab es keine Bewegung. Widersprüchliche Aussagen von Trump heizten die Situation zusätzlich an, da er wiederholt behauptete, Teheran sei militärisch besiegt und habe keine Alternative zu einem Deal.

Straße von Hormus bleibt Brennpunkt der Krise

Trotz der verlängerten Waffenruhe bleibt die Straße von Hormus der zentrale Konfliktherd. Diese lebenswichtige Schifffahrtsroute, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert werden, ist weiterhin Schauplatz gegenseitiger Blockaden. Der Iran bedroht internationale Tanker, während die U.S. Navy iranische Häfen blockiert. Bislang mussten bereits 28 Schiffe umkehren, und zwei Frachter wurden von amerikanischen Soldaten gestürmt und beschlagnahmt. Diese Situation verlängert die globale Energiekrise erheblich.

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Hardliner Vahidi gewinnt in Teheran an Einfluss

Hinter den Kulissen der Verhandlungen könnte der Aufstieg des Ultra-Hardliners Ahmad Vahidi (67) bedeutend sein. Der neue Chef der Revolutionsgarden etabliert sich zunehmend als starker Mann in Teheran und scheint für die kompromisslose Haltung der letzten Tage verantwortlich zu sein. Der amerikanische Politologe Jonathan Cristol analysiert: „Je länger dieses Chaos dauert, desto stärker wird Teherans Position. Teheran hat gerade wenig Anreiz, ernsthaft zu verhandeln!“

Trumps Popularität sinkt auf neuen Tiefpunkt

Für Donald Trump vergrößert sich trotz seines ständigen Eigenlobs das Dilemma. Der anhaltende Konflikt belastet besonders aufgrund der wirtschaftlichen Folgen die Geduld vieler Amerikaner. Selbst am Kapitol und in seiner eigenen Fanbewegung rumort es bereits. Am Dienstag fiel Trumps Popularität im Durchschnitt der Umfragen auf einen neuen Tiefpunkt von nur noch 40,6 Prozent Zustimmung. Der Präsident wirkt zunehmend ratlos, wie er den Krieg beenden kann, während die internationale Gemeinschaft auf eine dauerhafte Deeskalation hofft.

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