Trumps Kehrtwende: Waffenruhe im Iran-Konflikt unerwartet verlängert
Trump verlängert Waffenruhe im Iran-Konflikt überraschend

Trumps überraschende Kehrtwende: Waffenruhe im Iran-Konflikt wird verlängert

In einer unerwarteten Wendung hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Waffenruhe im anhaltenden Konflikt mit dem Iran zu verlängern. Diese Entscheidung markiert eine deutliche Abkehr von seinen Äußerungen am Vortag, als er eine Fortsetzung der Feuerpause noch als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet hatte. Die Verlängerung erfolgt auf unbestimmte Zeit, ohne dass eine neue Frist gesetzt wurde.

Verhandlungen im Stillstand - Trump setzt auf Zeit

Trump begründete seinen Schritt mit der tiefen Spaltung innerhalb der iranischen Führung. In einer Mitteilung auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, die Waffen sollten schweigen, bis Teheran mit einem geeinten Verhandlungsvorschlag an den Tisch komme. "Ich werde die Feuerpause verlängern, bis es aus dem Iran einen geeinten Vorschlag gibt und die Gespräche zu einem Ende kommen, auf die eine oder die andere Art und Weise", so der US-Präsident.

Die iranische Reaktion ließ zunächst auf sich warten. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, eine offizielle Position werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Aus Quellenkreisen verlautete, Teheran habe keine Verlängerung der Waffenruhe erbeten. Das Sprachrohr der Revolutionsgarden betonte zudem, der Iran werde die strategisch wichtige Straße von Hormus nicht freigeben, solange die US-Seeblockade anhalte.

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Verhandlungspoker zwischen Washington und Teheran

Hintergrund der Entwicklung sind gescheiterte Verhandlungsbemühungen. Trotz Vermittlungsversuchen Pakistans konnten sich beide Seiten nicht auf eine weitere Verhandlungsrunde in Islamabad einigen. Bereits vor knapp zwei Wochen hatten dort Gespräche hochrangiger Delegationen stattgefunden, die jedoch ergebnislos blieben.

Aus iranischer Sicht stellt die anhaltende US-Seeblockade der Straße von Hormus ein zentrales Hindernis dar. Teheran hatte diese als Verstoß gegen die Feuerpause und als Hindernis für weitere Verhandlungen kritisiert. Trump bestätigte indes, er habe dem US-Militär befohlen, die Blockade aufrechtzuerhalten.

Eskalationsdrohungen im Hintergrund

Die angespannte Lage zeigt sich in den wechselseitigen Drohungen. Trump hatte Teheran vorgeworfen, die Feuerpause mehrfach missachtet zu haben, und für den Fall ihres Auslaufens mit schweren Angriffen auf den iranischen Energiesektor und zivile Infrastruktur gedroht.

Auf iranischer Seite erklärte Tasnim, das Militär sei einsatzbereit und werde sich nicht überraschen lassen. Neue Ziele für mögliche Angriffe seien identifiziert worden. Vom ersten Moment einer Wiederaufnahme von Kampfhandlungen an werde man eine "Hölle" für Amerikaner und Israelis schaffen, hieß es in dem Bericht.

Ohne Trumps überraschende Entscheidung wäre die Waffenruhe nach seinen Angaben am Mittwoch (Washingtoner Ortszeit) ausgelaufen. Ob sich alle Konfliktparteien - insbesondere der Iran und Israel - an die nun verlängerte Feuerpause gebunden fühlen, bleibt vorerst unklar.

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