Trump-Ultimatum an Iran: Drohung mit Kraftwerksangriffen löst Vergeltungspläne aus
Trump-Ultimatum an Iran: Drohung mit Kraftwerksangriffen

Trump-Ultimatum an Iran: Drohung mit Kraftwerksangriffen löst Vergeltungspläne aus

Mit einem drastischen Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran droht der Konflikt am Persischen Golf eine neue Eskalationsstufe zu erreichen. Der amerikanische Präsident forderte in der Nacht zum Sonntag mitteleuropäischer Zeit, dass der Iran innerhalb von 48 Stunden die strategisch wichtige Straße von Hormus vollständig öffnen müsse. Andernfalls würden die USA iranische Kraftwerke angreifen und zerstören - „beginnend mit dem größten!“, wie Trump unmissverständlich ankündigte.

Iran kontert mit Vergeltungsdrohungen gegen US-Infrastruktur

Der Iran reagierte umgehend mit einer scharfen Gegenandrohung. Sollte die amerikanische Führung tatsächlich die Energieinfrastruktur des Landes angreifen, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen. Diese klare Kampfansage übermittelte ein Sprecher über die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars.

Straße von Hormus: Nervenzentrum der globalen Wirtschaft

Die Straße von Hormus stellt die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren dar und gilt als eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten weltweit. Durch diese strategische Passage werden etwa ein Fünftel des globalen Ölbedarfs sowie rund 20 Prozent des weltweiten Flüssiggashandels transportiert. Der größte Teil dieser Energielieferungen geht in Richtung China, Indien und andere asiatische Länder.

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Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen im Iran hat Teheran mehrfach damit gedroht, Schiffe in der Meerenge anzugreifen. In der Folge ist der Schiffsverkehr praktisch zum Erliegen gekommen. Die Auswirkungen dieser Blockade sind bereits weltweit spürbar:

  • Deutsche Verbraucher erleben stark gestiegene Benzin- und Dieselpreise an den Tankstellen
  • Experten warnen vor weiteren Preissteigerungen bei Lebensmitteln
  • Die globalen Märkte reagieren mit erheblicher Volatilität auf die angespannte Lage

Raketenbedrohung für Europa und neue Angriffe auf Israel

Nach dem iranischen Raketenangriff auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia - der etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste liegt - drängte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu weitere Länder dazu, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. „Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?“, fragte er bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad.

Die Reichweite der eingesetzten Raketen gibt Anlass zur Besorgnis: Iranische Mittelstreckenraketen könnten mit entsprechender Reichweite theoretisch auch Städte in Deutschland und anderen europäischen Ländern erreichen. Der Sicherheitsexperte Carlo Masala verwies darauf, dass Deutschland als Konsequenz aus dem Ukraine-Krieg das Raketenabwehrsystem Arrow 3 von Israel gekauft hat, das genau für die Abwehr solcher Raketen konzipiert ist.

In Israel kam es unterdessen zu neuen Raketenangriffen:

  1. Bei einem iranischen Angriff auf Tel Aviv wurden 15 Menschen verletzt
  2. Das iranische Militär setzte erneut Streumunition ein, die sich über große Gebiete verteilt
  3. Am Wochenende wurden mehr als 100 Menschen bei Angriffen auf die südlichen Wüstenstädte Dimona und Arad verletzt

Kriegsbilanz und weitere Truppenverlegungen

US-Präsident Trump verteidigte seine bisherige Kriegsbilanz gegen Kritik. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er trotzig: „Doch, das habe ich, und Wochen früher als geplant!“ Die USA hätten den Iran „von der Landkarte gefegt“ - das Land habe keine Führung mehr, Marine und Luftwaffe seien vernichtet.

Gleichzeitig schicken die USA Medienberichten zufolge Tausende weitere Soldaten in die Region, während der Iran weiter kämpferisch auftritt. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden, man habe die „verwundbaren Punkte des Feindes“ analysiert und bereite eine neue Angriffswelle „mit neuen Strategien und moderneren Systemen“ vor.

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Die humanitäre Lage im Iran bleibt angespannt: Nach offiziellen Angaben sind seit Kriegsbeginn Ende Februar mehr als 1.500 Menschen getötet und 21.000 weitere verletzt worden. Die Welt blickt mit Sorge auf die nächsten 48 Stunden, die über die weitere Eskalation oder mögliche Deeskalation des Konflikts entscheiden könnten.