Trump stoppt Handel mit Spanien – „schrecklicher Partner“
US-Präsident Donald Trump hat einen vollständigen Handelsstopp mit Spanien angeordnet. Vor dem Nato-Gipfel in Ankara erklärte Trump, er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, jeglichen Handel mit dem Land einzustellen. Er bezeichnete Spanien als „schrecklichen Partner“ in der Militärallianz. „Ich will keine Geschäfte mit ihnen machen“, sagte Trump an der Seite von Nato-Generalsekretär Mark Rutte.
EU weist Trump-Drohung zurück
Die EU-Kommission hat die von Trump als Reaktion auf mögliche europäische Digitalsteuern angedrohten Zölle als ungerechtfertigt zurückgewiesen. „Sollten solche Maßnahmen ergriffen werden, wird die EU rasch und entschlossen reagieren, um ihre Rechte und ihre regulatorische Autonomie zu verteidigen“, teilte ein Sprecher mit.
Trump droht mit 100-Prozent-Zöllen auf Digitalsteuer
Trump drohte im Streit um eine Digitalsteuer für US-Unternehmen mit hohen Zöllen. Gegen jedes Land, das eine solche Steuer erhebt, würden die USA unverzüglich einen Zollsatz von 100 Prozent auf alle in die USA gelieferten Waren verhängen, teilte er auf Truth Social mit. Die Drohung richtete sich speziell gegen europäische Staaten. Frankreich erhebt seit 2019 eine Digitalsteuer von drei Prozent auf Umsätze großer Technologiekonzerne. Präsident Macron hatte betont, sein Land werde sich dem Druck nicht beugen.
EU-Parlament billigt US-Zolldeals
Das Europaparlament hat die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zollabkommens mit den USA gebilligt. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit breiter Mehrheit dafür, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren.
Gericht erlaubt US-Regierung globale Zölle vorerst
Ein Berufungsgericht erlaubte der US-Regierung, die im Februar eingeführten weltweiten Zehn-Prozent-Zölle vorläufig weiter zu erheben. Das Bundesberufungsgericht in Washington kam zu dem Schluss, dass die Position der Regierung „wahrscheinlich in der Sache Erfolg haben wird“. Die Zölle sollen am 24. Juli auslaufen, sofern der Kongress sie nicht verlängert.
Trump stellt USMCA infrage
Trump erklärte, das Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko (USMCA) nicht verlängern zu wollen. Damit drohen Neuverhandlungen, etwa über die Automobilindustrie. Ohne Verlängerung tritt das Abkommen in jährliche Überprüfungsrunden. Trump begründete seine Entscheidung: „Wir brauchen nichts, was Kanada oder Mexiko hat – aber die brauchen alles, was wir haben.“
USA schlagen 25-Prozent-Zoll auf Brasilienimporte vor
Die US-Regierung schlug Zölle von 25 Prozent auf Importe aus Brasilien vor. Brasiliens Präsident Lula da Silva zeigte sich empört und machte Senator Flávio Bolsonaro für die Entscheidung verantwortlich.
Trump senkt Zölle auf bestimmte Metallprodukte
Trump senkte per Verordnung die Zölle auf bestimmte Kupfer-, Aluminium- und Eisenimporte. Für landwirtschaftliche Geräte sinken die Zölle von 25 auf 15 Prozent, für bewegliche Industrieausrüstung gilt künftig ein Satz von 15 Prozent. Die Änderungen gelten bis Dezember 2027.
US-Finanzminister: Keine Eile bei China-Abkommen
Finanzminister Bessent bezeichnete eine Verlängerung des Handelsabkommens mit China als nicht eilig. Er gehe davon aus, dass Peking eine Rückkehr zu US-Zollsätzen von etwa 20 Prozent akzeptieren werde.
EU einigt sich auf vollständige Umsetzung von Zolldeal mit USA
Die EU einigte sich unter dem Eindruck der Trump-Drohungen auf die vollständige Umsetzung des Zolldeals, einschließlich der Abschaffung von Zöllen auf US-Industriegüter.
Berufungsgericht setzt Trumps weltweite Zölle vorerst wieder in Kraft
Ein US-Berufungsgericht setzte die weltweiten Zehn-Prozent-Zölle für mehrere Kläger vorübergehend wieder in Kraft und setzte eine Entscheidung aus der Vorwoche aus, die die Zölle für unzulässig erklärt hatte.
Trump droht EU mit Frist für Zolldeal
Trump setzte der EU eine Frist bis zum 4. Juli für die Umsetzung des Zolldeals. Andernfalls würden die Zölle „auf ein viel höheres Niveau steigen“.
Bundesregierung hofft auf Verständigung bei Autozöllen
Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU) hofft auf eine Verständigung mit den USA zu den angedrohten Autozöllen. Die Branche sei von großer Bedeutung für Deutschland.
Macron hält Zollstreit für Zeitverschwendung
Frankreichs Präsident Macron kritisierte die Zolldrohungen: „Verbündete wie die USA und die EU haben viel Besseres zu tun, als Drohungen der Destabilisierung zu entfesseln.“
Von der Leyen: Abkommen ist Abkommen
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen mahnte die USA zur Einhaltung des geschlossenen Zolldeals. Man sei auf jedes Szenario vorbereitet.
Weber will über US-Zolldeal abstimmen lassen
EVP-Chef Weber forderte eine schnelle Bestätigung des Zollabkommens. Andernfalls werde er das Abkommen im EU-Parlament zur Abstimmung stellen.
SPD plädiert für Digitalsteuer als Gegenmaßnahme
Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Roloff, forderte eine Digitalsteuer für US-Tech-Konzerne als Gegenmaßnahme zu den Zöllen.
DIW-Chef Fratzscher fordert Gegenzölle
DIW-Präsident Fratzscher rief die EU zu harten Gegenmaßnahmen auf, da Trump innenpolitisch schwach sei.
Ifo-Präsident Fuest warnt vor Rezession
Ifo-Präsident Fuest warnte, dass ein neuer Handelskrieg Deutschland 2026 in eine Rezession stürzen könnte.
Experte: US-Autozölle treffen vor allem deutsche Hersteller
Das Center Automotive Research berechnete zusätzliche Belastungen von rund 2,5 Milliarden Euro jährlich für die deutsche Autoproduktion. CAR-Direktor Dudenhöffer interpretierte die Zölle als „Beginn eines Wirtschaftskriegs gegen Deutschland“.
DIHK fordert Ausbau anderer Partnerschaften
Die DIHK forderte nach den Zoll-Ankündigungen, andere Handelspartnerschaften wie Mercosur auszubauen.
Ökonomen warnen vor Konsequenzen
IfW-Präsident Schularick warnte vor substanziellen Effekten auf das deutsche Wachstum. Handelsexperte Hinz schätzte Produktionsverluste auf fast 15 Milliarden Euro kurzfristig und langfristig auf etwa 30 Milliarden Euro. Chefberater Südekum riet der EU zunächst zur Zurückhaltung.
EU droht mit Gegenmaßnahmen
Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor, falls Trump die Zölle auf Autoimporte anhebt. Eine Sprecherin betonte: „Wir bekennen uns weiterhin zu einer berechenbaren, für beide Seiten vorteilhaften transatlantischen Beziehung“, behalte sich aber „alle Optionen vor, um die Interessen der EU zu schützen“.



