Trump erwägt US-Bodenoffensive im Iran: Uran-Bergung und Ölkontrolle als Ziele
In der fünften Woche des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten zeichnet sich kein diplomatischer Durchbruch ab. Stattdessen droht eine Eskalation, da US-Präsident Donald Trump eine Bodenoffensive im Iran in Erwägung zieht. Nach Medienberichten zielen diese Pläne darauf ab, hochangereichertes Uran zu bergen und die Kontrolle über Irans Ölressourcen zu übernehmen. Trump hat dem Iran eine Frist bis zum 7. April um 2:00 Uhr deutscher Zeit gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren, andernfalls drohen massive US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor.
Diplomatische Gespräche und militärische Drohungen
Trump betonte auf seiner Plattform Truth Social, dass die USA „ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG“ führen, um die Militäroperation zu beenden, und dabei „große Fortschritte erzielt“ wurden. Sollte jedoch keine Einigung erzielt werden und die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden, drohte er damit, „alle ihre Stromkraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) zu sprengen und vollständig auszulöschen“. Diese Drohungen unterstreichen die angespannte Lage, während der militärische Schlagabtausch zwischen dem Iran, der libanesischen Hisbollah-Miliz und Israel weiterhin anhält.
Israel unter Beschuss und iranische Rüstungsindustrie im Fokus
Der Iran und die Hisbollah feuerten erneut Raketen auf den Norden Israels ab, wobei Berichte über einen Brand in Israels größter Ölraffinerie in Haifa auftauchten. Israels Armee gab bekannt, dass die Luftwaffe in den vergangenen zwei Tagen rund 40 Anlagen für Waffenherstellung, Forschung und Entwicklung in Teheran angegriffen habe, um die iranische Rüstungsindustrie weiter zu schwächen. Trump bestätigte auf Truth Social, dass das US-Militär „viele seit langem verfolgte Ziele“ im Iran angegriffen und zerstört habe.
Bodenoffensive zur Uran-Bergung und Ölkontrolle
Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ prüft Trump, wie gefährlich ein Militäreinsatz zur Bergung von etwa 400 Kilogramm hochangereichertem Uran für US-Bodentruppen wäre. Eine Entscheidung steht noch aus, aber Trump steht der Idee offen gegenüber, da dies sein zentrales Ziel unterstützen könnte, den Iran an der Herstellung von Atomwaffen zu hindern. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) schätzt, dass sich das Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln in den Atomanlagen Isfahan und Natans befindet, die bereits im Juni bombardiert wurden.
Ziel einer Bodenoffensive könnte auch die Einnahme der iranischen Ölförderung sein. Trump äußerte in einem Interview mit der „Financial Times“, dass er „am liebsten das Öl im Iran nehmen“ würde. Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wahrscheinlich die iranische Insel Charg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren abgewickelt werden. Das Pentagon hat die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, obwohl Experten vor Risiken warnen, da US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme leichte Ziele für iranische Angriffe wären.
Wirtschaftliche Auswirkungen und humanitäre Folgen
Die Verlegung weiterer US-Soldaten in den Nahen Osten wird als Drohgebärde gesehen, um Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus zu zwingen. Angesichts der Blockade dieser wichtigen Meerenge sind die Ölpreise in die Höhe geschnellt, was weltweit zu steigenden Treibstoffkosten und wirtschaftlichen Belastungen führt. Die Zivilbevölkerung in allen beteiligten Ländern leidet unter den Folgen des Konflikts, während die diplomatischen Bemühungen weiterhin unsicher bleiben.



