Spanien verhängt umfassende Luftraumsperre für Militärflüge im Iran-Krieg
Die spanische Regierung hat eine drastische Maßnahme ergriffen und den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen. Diese Entscheidung unterstreicht die konsequente Haltung Madrids, sich nicht an diesem Konflikt zu beteiligen.
Regierung begründet Sperre mit Völkerrechtsverstößen
Der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo erklärte im Interview mit dem Radiosender Cadena Ser, dass diese Maßnahme Teil der Entscheidung der spanischen Regierung sei, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen. Die Sperre betrifft nicht nur Starts von spanischem Boden, sondern auch den Überflug militärischer Flugzeuge, die von Stützpunkten in anderen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Frankreich aus operieren.
Spanien als scharfer Kritiker der Militäroperationen
Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der militärischen Operationen der USA und Israels gegen den Iran. Ministerpräsident Pedro Sánchez betont immer wieder seine Ablehnung mit dem Slogan „Nein zum Krieg!“. Bereits kurz nach Kriegsbeginn vor knapp einem Monat hatte Sánchez den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón für Einsätze gegen den Iran untersagt. Diese Stützpunkte in Andalusien werden seit Jahrzehnten gemeinsam von Spanien und den USA betrieben.
Die linksgerichtete Regierung unter Sánchez positioniert sich damit klar gegen die Kriegsführung und setzt ein deutliches Zeichen für eine friedliche Konfliktlösung. Diese Luftraumsperre ist ein weiterer Schritt in der konsequenten Außenpolitik Spaniens, die auf Diplomatie und Einhaltung internationaler Rechtsnormen setzt.



