Ukraine-Krieg: Selenskyj bedauert Putins Ablehnung von Treffen
Selenskyj bedauert Putins Ablehnung von Treffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ablehnung eines direkten Treffens durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin bedauert. „Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Antwort sei schwach und enttäusche sicherlich viele in der Welt. Als Ausweg forderte der Ukrainer erneut stärkere internationale Maßnahmen gegen den Kriegsgegner. „Russland muss weniger Geld haben und der Druck auf Russland muss steigen“, betonte Selenskyj und dankte den Unterstützern seines Landes.

Putin und Schröder führen Vier-Augen-Gespräch

Ein Vier-Augen-Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder ist nach Angaben des Kremls „gut und freundschaftlich“ verlaufen. Dies meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Kreml-Berater Juri Uschakow. Putin hatte Schröder zuvor als möglichen Vermittler zwischen Russland und Europa ins Spiel gebracht.

IAEA: Russische Soldaten bei Zwischenfall an AKW Saporischschja verletzt

Bei einem schweren Zwischenfall nahe dem ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja werden nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) russische Soldaten verletzt. Der Vorfall habe sich während der Minenräumung im Rahmen einer lokalen Waffenruhe ereignet. Russland warf der Ukraine vor, die von der IAEA vermittelte Feuerpause mit einem Angriff gebrochen zu haben. Die ukrainische Seite teilte der Behörde hingegen mit, sie halte an der Vereinbarung fest. IAEA-Chef Rafael Grossi ruft zu maximaler militärischer Zurückhaltung und der vollständigen Einhaltung der Waffenruhe auf.

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Putin sieht Ukraine im Drohnenkrieg nicht im Vorteil

Kremlchef Wladimir Putin sieht Russland im Luftkrieg gegen die Ukraine weiterhin auch technologisch im Vorteil. Beim Einsatz von Drohnen herrsche Parität, in einigen Bereichen sei Russland hier in der Vorderhand, sagte Putin auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg - entgegen den Einschätzungen von Experten. Der Ukraine gelinge es nicht, hochwertige Waffen herzustellen. Sie seien vollständig von Lieferungen aus dem Ausland abhängig, behauptete er. Putin verwies darauf, dass Russland im Gegensatz zur Ukraine über eine funktionierende Flugabwehr verfüge. Tatsächlich klagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj regelmäßig über das Defizit an Flugabwehrraketen, speziell zur Verteidigung gegen russische Raketen und Marschflugkörper. Zugleich verweisen Militärbeobachter darauf, dass auch die russische Flugabwehr gerade in den besetzten Gebieten der Ostukraine durch die ständigen Drohnenangriffe Kiews überlastet ist und schon zu einem großen Teil außer Gefecht gesetzt wurde. Putin forderte später von seinen Militärs, dass ukrainische Drohnen effektiver ausgeschaltet werden müssten.

Putin lehnt Treffen mit Selenskyj ab

Der russische Präsident Wladimir Putin hat das in einem offenen Brief seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj angebotene direkte Treffen abgelehnt. „Ich sehe darin noch keinen Sinn“, sagte der Kremlchef auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Vor einem solchen Gipfeltreffen müssten erst Vereinbarungen für eine dauerhafte Lösung des seit 2022 währenden Krieges getroffen werden. Das am Vortag von Kiew veröffentlichte Schreiben enthalte zudem „Elemente von Unverschämtheit“, erklärte Putin. Die beste Antwort auf den Brief sei ein Aufruf an das russische Militär: „An die Arbeit, Brüder!“ Putin erklärt immer wieder, dass die russischen Kriegsziele auch durch eine Fortsetzung der Kampfhandlungen erreicht werden könne, wenn es nicht auf diplomatischem Weg gehe.

Putin kritisiert „unfairen Westen“

Putin skizzierte in seiner Rede den Übergang zu einer „multipolaren Welt“ mit neuer politischer und finanzieller Machtordnung – eine Erwartung, die Russlands Präsident seit Jahren immer wieder äußert. Russland plane mit China und Indien eigene wirtschaftliche Systeme, um so unabhängiger vom Westen zu werden. Den europäischen Ländern warf er dabei vor, politisch kurzsichtig zu sein und sich aggressiv gegenüber anderen Ländern zu äußern. Die gegen Russland verhängten Sanktionen und die eingefrorenen russischen Zentralbankvermögen kämen „Diebstahl“ gleich.

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Merkel will nicht mit Putin verhandeln

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) weist Spekulationen über eine mögliche Verhandlungsrolle für die EU gegenüber Russland zurück. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) sagte sie laut Vorabbericht: „Man kann, das weiß ich aus meiner Erfahrung, mit dem russischen Präsidenten nur verhandeln, wenn man mit politischer Macht ausgestattet ist, die in der Demokratie auf Zeit vergeben wird.“ Mit Blick auf ihre Zeit als Kanzlerin sagte sie, der damalige französische Präsident François Hollande und sie selbst hätten auch nicht jemanden gebeten, an ihrer Stelle mit Putin die Verhandlungen in Minsk zu führen. „Auch heute ist das Sache derer, die über Macht und Legitimation verfügen.“

Putin warnt vor westlichen Zahlungssystemen

Der russische Präsident hält es für riskant, sich auf westliche Zahlungssysteme und Währungen wie den Euro oder den US-Dollar zu verlassen. „Sie finden immer einen Vorwand, um Ihnen den Zugang abzuschneiden“, sagt Putin an seine Zuhörer gewandt – bei Russland sei das der Ukrainekrieg gewesen. Ohnehin seien die westlichen Finanzsysteme angesichts der hohen Schuldenquoten von Ländern wie Frankreich, Italien und Belgien vorsichtig zu behandeln.

Putin sieht „globalen Paradigmenwechsel“

Der russische Präsident beginnt seine Ansprache mit dem Vorwurf, die „europäische Elite“ schließe andere Staaten, darunter auch Russland, von wirtschaftlichem und technologischem Fortschritt aus. Russland stehe deshalb zwar unter Druck, werde aber zunehmend besser darin, eigene Technologien zu entwickeln und sich unabhängig von westlichen Entwicklungen zu machen. Die Welt stehe vor einem „globalen Paradigmenwechsel“, der ein „faireres“ Weltwirtschaftssystem hervorbringe. Das Wachstum außerhalb des Westens sei dennoch ungebrochen und betreffe nicht nur Russland, sondern vor allem auch den Globalen Süden. Die BRICS-Staaten seien heute wesentlich für das globale Wirtschaftswachstum – und nicht die G7.

Gefangenenaustausch zwischen Russland und Ukraine

Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Moskau habe 185 eigene Soldaten zurückgeholt und Kiew im Gegenzug eine gleich große Anzahl gefangener Ukrainer übergeben, teilte das russische Verteidigungsministerium der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Moskau bedankte sich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Austauschs. Die Übergabe fand demnach erneut an der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus statt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Rückkehr von 185 ukrainischen Soldaten. Daneben sei auch ein Zivilist freigekommen, schrieb er auf Telegram. Einige der Rückkehrer waren seinen Angaben nach seit 2022 in russischer Gewalt.

Berlin unterstützt Selenskyjs Vorstoß

Die Bundesregierung begrüßt das jüngste Verhandlungsangebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Russland. „Wir teilen zudem die Ansicht von Präsident Selenskyj, dass an Gesprächen mit Russland auch Vertreter Europas und der Vereinigten Staaten beteiligt werden sollen“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Ein tragfähiger Friede könne nur unter Einbeziehung der Europäer erreicht werden. Vor dem Hintergrund stockender US-Vermittlungsbemühungen hat Selenskyj dem russischen Staatschef Wladimir Putin in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche angeboten. Er schlage ein Treffen in einem Drittstaat vor, um „Schlüsselfragen“ persönlich mit dem Kremlchef zu klären, hieß es in dem vom Präsidentenbüro in Kiew veröffentlichten Schreiben. „Wir sind sehr dafür, dass dieser Konflikt zu einem Ende geführt wird“, betonte Hille. Die Ukraine zeige seit Langem eine Bereitschaft zu Gesprächen, die bei Russland aber nicht zu beobachten sei. Stattdessen gebe es „brutale Angriffe“ auf ukrainische Städte.

Merz, Starmer und Macron beraten mit Selenskyj

Die Regierungschefs von Deutschland, Großbritannien und Frankreich wollen mit dem ukrainischen Präsidenten darüber beraten, wie Russland zu Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg bewegt werden könnte. Das persönliche Treffen findet am Sonntag in London statt, wie der Elysée-Palast bestätigte. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor beim Westbalkangipfel der EU gesagt, die europäischen Regierungschefs könnten Wolodymyr Selenskyj in den kommenden Tagen treffen. „Wir waren immer für direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und dem Kreml“, sagte Macron. Die Europäer könnten dabei unterstützen. Selenskyj hatte Putin am Donnerstag in einem offenen Brief zu Friedensverhandlungen aufgefordert. Russlands Wirtschaft gilt nach mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine als geschwächt. Zuletzt drangen ukrainische Drohnenangriffe immer weiter ins russische Landesinnere ein und beschädigten dabei weite Teile der Öl-Infrastruktur.

Vier Tote bei russischem Drohnenangriff auf Babynahrungsfabrik

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Fabrik für Babynahrung nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind am Freitag nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Zudem seien sieben Personen verletzt worden, teilte der Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Das getroffene Werk stellt Milchprodukte wie Joghurt und Säuglingsnahrung her. Durch den Einschlag wurde ein Verwaltungsgebäude zerstört. Die Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden und löschten Brände. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Attacke auf das Werk „Jagotynske für Kinder“. Auf der Plattform X warf er Russland vor, gezielt zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen. Russische Truppen griffen Selenskyj zufolge in den vergangenen Tagen zudem Lebensmittellager und eine Poststelle in der Region Dnipropetrowsk, einen Krankenwagen in Cherson sowie ein Schulgebäude im Gebiet Sumy an. Auch Hafenanlagen in Odessa und eine Klinik in Charkiw seien beschossen worden. Selenskyj drängte die westlichen Verbündeten erneut dazu, die Luftabwehr der Ukraine zu stärken und den wirtschaftlichen Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten. „Jedes Unterstützungspaket zur Raketenabwehr, jede gemeinsame Vereinbarung über die Waffenproduktion, jeder Schritt der Weltgemeinschaft bei den Sanktionen gegen Russland – all das hilft, das Leben von Menschen zu schützen“, erklärte er.

Seedrohne in rumänischem Schwarzmeerhafen explodiert

Eine Seedrohne eines im Krieg in der Ukraine eingesetzten Typs ist in einem rumänischen Schwarzmeerhafen explodiert. Verletzte habe es bei dem Vorfall am Freitagvormittag im Hafen von Constanta nicht gegeben, teilte das Verteidigungsministerium des Nato-Landes mit. Das Gebiet sei vom rumänischen Geheimdienst, der Küstenwache und dem Verteidigungsministerium bereits vor der Detonation gesichert und abgesperrt worden. Präsident Nicusor Dan erklärte, Polizei und Sicherheitsdienste hätten schnell und präventiv gehandelt. Vorrang hätten der Schutz von Menschenleben und die Sicherheit der Hafeninfrastruktur gehabt. Das Verteidigungsministerium betonte, die Drohne entstamme nicht dem Arsenal des rumänischen Militärs und sei kein Überbleibsel vorangegangener Militärübungen im Schwarzen Meer. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor einer Bedrohung für alle Länder an der EU-Ostgrenze gewarnt. „Unsere Solidarität mit jedem Mitgliedstaat, der diesen Bedrohungen ausgesetzt ist, ist absolut“, erklärt von der Leyen auf der Online-Plattform X.

Fünf Aserbaidschaner bei Angriff im Asowschen Meer getötet

Im Asowschen Meer sind bei einem Drohnenangriff auf zwei Frachtschiffe fünf Aserbaidschaner getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt das aserbaidschanische Außenministerium mit. Auf eine Frage zu den in der Bucht von Taganrog getroffenen Schiffen antwortet das Ministerium, dass sich unter den Besatzungen insgesamt 25 aserbaidschanische Staatsbürger befänden, die Schiffe aber nicht zu Aserbaidschan gehörten. Das Asowsche Meer ist Teil des Schwarzen Meeres, mit dem es über die Straße von Kertsch verbunden ist. Anrainer des Asowschen Meeres sind die Ukraine und Russland. Allerdings hat die Ukraine seit der russischen Invasion keinen Zugang mehr zu ihm.

Regionale Waffenruhe zur Reparatur bei AKW

Die Ukraine und Russland haben sich erneut auf eine begrenzte Waffenruhe geeinigt, um wichtige Reparaturen für das Atomkraftwerk Saporischschja zu ermöglichen. Das gab die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien bekannt, die zwischen den Kriegsparteien vermittelt hatte. Während der Waffenruhe soll nach Angaben der IAEA eine Stromleitung wiederhergestellt werden, um das Risiko eines Atomunfalls zu verringern.

Wadephul an Putin: Über Ukraine mit Europäern verhandeln

Außenminister Johann Wadephul ruft den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit eindringlichen Worten zu Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine auf - unter Beteiligung der Europäer. „Es ist jetzt an der Zeit, an den Verhandlungstisch zu kommen“, appellierte der CDU-Politiker beim Treffen mit seinem Kollegen Roberto Velasco in Mexiko-Stadt an Putin. „Ich glaube, alle sehen, dass der Konflikt in einer Phase ist, die dringend danach schreit, beendet zu werden.“ Vor dem Hintergrund stockender US-Vermittlungsbemühungen hatte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuvor in einem offenen Brief an Putin gewandt und direkte Friedensgespräche angeboten.

USA: Ukraine-Hilfen nehmen erste Hürde – Trump könnte bremsen

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf über weitere Ukraine-Hilfen und neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet. Das Vorhaben sieht eine Milliarde Dollar an Hilfsgeldern und bis zu acht Milliarden Dollar an Krediten für Kiew vor. Zudem sind strenge Sanktionen gegen den russischen Finanz-, Öl- und Bergbausektor geplant. Einige Republikaner setzten sich über den Willen der eigenen Parteiführung hinweg, um die Abstimmung zu erzwingen. Wie es mit dem Vorhaben weitergeht, ist jedoch ungewiss: Es muss noch vom Senat gebilligt werden. Zudem dürfte US-Präsident Donald Trump sein Veto einlegen.

Ukraine: Tote und Verletzte bei Gleitbombenangriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Angriff auf die südostukrainische Region Saporischschja kommt nach Angaben des Gouverneurs eine Frau ums Leben. Elf weitere Menschen werden bei dem Angriff mit Gleitbomben verletzt, teilt Gouverneur Iwan Fedorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Am Abend herrscht dort immer wieder Luftalarm.

Insider: Pentagon dürfte Raketen-Lieferung an Deutschland absagen

Das US-Verteidigungsministerium dürfte einem Medienbericht zufolge die geplante Lieferung von „Tomahawk“-Marschflugkörpern an Deutschland absagen. Ein Grund dafür sei die Sorge von US-Regierungsvertretern, dass Russland die Stationierung der Präzisionswaffen als Eskalation betrachten und Vergeltung üben könnte, berichtet das Nachrichtenportal „Politico“ unter Berufung auf Insider. Zudem sorge sich die US-Regierung um ihre eigenen schrumpfenden Bestände. In den ersten Wochen des Iran-Krieges seien Tausende „Tomahawk“- und „Patriot“-Lenkwaffen verschossen worden.

Putin: Warnung vor russischer Bedrohung sei Unsinn

Kremlchef Wladimir Putin hat die im Westen verbreiteten Warnungen vor einer russischen Gefahr und einem womöglich baldigen Angriff Moskaus auf ein Nato-Land mit Nachdruck als „Unsinn“ zurückgewiesen. „Aber meiner Meinung nach ist es nicht nur Unsinn – es ist eine bewusste Provokation“, sagte Putin bei einem Treffen mit Vertretern großer internationaler Nachrichtenagenturen, darunter die Deutsche Presse-Agentur. Es werde gezielt eine Bedrohungslage heraufbeschworen, „die in Wirklichkeit gar nicht existiert“, sagte der Präsident. Ziel sei es, „die Bevölkerung der eigenen Länder dazu zu zwingen, mehr Geld für die Verteidigung auszugeben“, sagte Putin. Er sei verwundert, dass ein Teil der Bevölkerung in den europäischen Ländern diesen Erzählungen glaube. „Es wäre lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre“, sagte er. „Jeder, der denkt, dass Russland das Territorium der Nato überfallen könnte, sollte sich die Frage stellen: Wozu?“, sagte Putin. Das westliche Bündnis gilt Russland militärisch überlegen.

Selenskyj schlägt Putin Treffen vor – Warnung vor Fortsetzung des Krieges

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt dem russischen Staatschef Wladimir Putin in einem offenen Brief ein Treffen vor, um ein Ende des Krieges zu vereinbaren. Die Mehrheit der Russen sei der ukrainischen Raketen- und Drohnenangriffe, der Inflation und der Treibstoffknappheit überdrüssig und bereit für den Frieden, erklärt Selenskyj. Sollte Putin nicht zu dem Schluss kommen, dass es Zeit für ein Kriegsende sei, werde die Ukraine weiter um ihre Existenz kämpfen. Dies könne Putins Machtposition gefährden. „Es ist eine Tatsache in der russischen Geschichte, die Sie gut kennen: Wenn Russland müde wird, steht ein Wandel bevor“, heißt es in dem Schreiben.

Putin: Schröder wäre guter Vermittler zwischen Russland und Europa

Der russische Präsident Wladimir Putin bringt den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Mittelsmann zwischen Russland und Europa ins Spiel. „Wer sonst als Schröder könnte als Vermittler auftreten?“, sagt Putin vor Journalisten in St. Petersburg. Schröder sei vertrauenswürdig und nicht sein Freund, sondern ein deutscher Staatsmann, der seine eigenen Ansichten habe und bereit sei, für diese einzustehen. Moskau versuche Europa jedoch nicht vorzuschreiben, wen es für Gespräche mit Russland benennen solle.