Schwerster russischer Angriff auf Kyjiw seit Kriegsbeginn: Ukraine braucht Flugabwehr
Schwerster Angriff auf Kyjiw: Ukraine braucht Flugabwehr

Russland hat einen massiven Vergeltungsschlag gegen die ukrainische Hauptstadt Kyjiw durchgeführt. Es handelt sich um den wohl schwersten Angriff auf die Stadt seit Beginn des Krieges. Damit reagiert Moskau auf die erfolgreichen ukrainischen Attacken gegen russische Raffinerien.

Kyjiw unter schwerem Beschuss

Die ukrainische Hauptstadt wurde am Donnerstag von einem massiven Raketen- und Drohnenangriff getroffen. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden zahlreiche Gebäude beschädigt, und es gab zivile Opfer. Die genaue Zahl der Toten und Verletzten war zunächst unklar, aber die Stadtverwaltung rief einen Tag der Trauer aus.

„Dies ist einer der schwersten Angriffe auf Kyjiw seit Kriegsbeginn“, erklärte ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe. „Die russischen Streitkräfte haben offenbar gezielt zivile Infrastruktur angegriffen, um maximalen Schaden anzurichten.“

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Vergeltung für Raffinerie-Angriffe

Der Angriff wird als direkte Vergeltung für die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien gewertet. In den vergangenen Wochen hatte die Ukraine mehrfach Ziele in Russland attackiert, darunter mehrere Raffinerien, die für die russische Kriegswirtschaft von zentraler Bedeutung sind.

„Moskau zeigt mit diesem Angriff, dass es bereit ist, die Zivilbevölkerung in Kyjiw für militärische Erfolge der Ukraine büßen zu lassen“, sagte der Militärexperte Gustav Gressel vom European Council on Foreign Relations.

Dringender Bedarf an Flugabwehrsystemen

Die ukrainische Führung appelliert erneut an ihre westlichen Partner, dringend mehr Flugabwehrraketen zu liefern. „Wir brauchen sofort mehr Systeme wie Patriot oder IRIS-T, um unsere Städte zu schützen“, forderte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft. „Jede Verzögerung kostet Menschenleben.“

Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums wurden während des Angriffs zwar viele Raketen und Drohnen abgefangen, aber die Zahl der eingehenden Geschosse überstieg die Kapazitäten der vorhandenen Abwehrsysteme.

Internationale Reaktionen

Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Angriff scharf. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem „weiteren Beweis für die russische Barbarei“. Die USA kündigten zusätzliche Militärhilfe an, darunter auch Flugabwehrraketen.

Der Angriff auf Kyjiw zeigt, dass Russland weiterhin entschlossen ist, den Krieg mit aller Härte zu führen. Die Ukraine steht vor der Herausforderung, ihre Luftverteidigung zu stärken, während sie gleichzeitig ihre Offensivoperationen gegen russische Versorgungslinien fortsetzt.

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