Ex-Minister Schoigu warnt: Keine russische Region fühlt sich mehr sicher vor ukrainischen Drohnen
Schoigu: Keine russische Region sicher vor ukrainischen Drohnen

Ex-Minister Schoigu warnt: Keine russische Region fühlt sich mehr sicher vor ukrainischen Drohnen

Im Zuge ihres Abwehrkampfes gegen die russische Invasion richtet die Ukraine ihr Augenmerk zunehmend auf Ziele im russischen Hinterland. Diese Entwicklung wird für Moskau immer spürbarer, wie nun der ehemalige Verteidigungsminister Sergej Schoigu öffentlich einräumte. Als Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrats äußerte er sich in der Millionenstadt Jekaterinburg im Uralgebirge und zeichnete ein beunruhigendes Bild für die russische Führung.

Drohnenangriffe erreichen bisher unerreichbare Regionen

Laut Schoigu haben sich die Kampfmittel, insbesondere Drohnen, sowie deren Einsatzmethoden so weiterentwickelt, dass sich heute keine Region Russlands mehr sicher fühlen könne. Noch vor kurzer Zeit galt der Ural als unerreichbar für Angriffe aus der Luft von ukrainischem Territorium aus, doch nun befinde er sich in der Zone unmittelbarer Bedrohung. Diese Aussage unterstreicht die wachsende Reichweite und Präzision der ukrainischen Angriffsmethoden.

Der ehemalige Minister warnte eindringlich davor, das Bedrohungsniveau zu unterschätzen oder bei der Beseitigung bestehender Schwachstellen zu zögern. Solches Zögern könnte tragische Folgen haben, betonte Schoigu und verwies auf mögliche Auswirkungen auf die sozial-ökonomische Stabilität sowie die logistische Versorgung der russischen Streitkräfte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Dramatischer Anstieg der Angriffszahlen

Die Zahlen, die Schoigu präsentierte, sind alarmierend: Die Zahl ukrainischer Angriffe aus der Luft auf Infrastrukturobjekte in Russland habe sich im Jahr 2025 fast vervierfacht. Zudem stieg die Zahl der Terroranschläge in Russland im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 40 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, wie sich der Konflikt zunehmend auch auf russisches Territorium ausweitet.

Die ukrainische Strategie konzentriert sich dabei besonders auf Objekte der Öl- und Gasindustrie im russischen Hinterland. Damit verfolgt Kiew das Ziel, die Finanzierung des russischen Militärs zu stören und gleichzeitig den Treibstoffnachschub zu behindern. Diese gezielten Angriffe stellen eine neue Dimension im bereits über vier Jahre andauernden Krieg dar, den Russland gegen die Ukraine führt.

Asymmetrische Kriegsführung mit weitreichenden Folgen

Obwohl die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden auf russischer Seite in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine stehen, zeigen die jüngsten Entwicklungen eine klare Veränderung der Kriegsdynamik. Die Ukraine setzt mit ihren Drohnenattacken auf asymmetrische Kriegsführung, die es ihr ermöglicht, trotz materieller Unterlegenheit Druck auf den Gegner auszuüben.

Die Warnungen Schoigus verdeutlichen, dass die russische Führung die Bedrohung durch ukrainische Angriffe im eigenen Hinterland ernst nimmt. Die Tatsache, dass sich ein ehemaliger Verteidigungsminister und aktueller Sicherheitsratsekretär so deutlich äußert, unterstreicht die Bedeutung dieses Themas für die nationale Sicherheit Russlands.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration