Salomonen kündigen Sicherheitsabkommen mit China
Salomonen kündigen China-Abkommen

Canberra. Chinas Ambitionen im Pazifikraum haben einen Rückschlag erlitten. Der neue Ministerpräsident der Salomonen, Matthew Wale, will das Sicherheitsabkommen seines Landes mit der Volksrepublik auf den Prüfstand stellen. Stattdessen wolle der Inselstaat einen strategischen Vertrag mit Australien aushandeln, kündigte Wale bei einem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra am Mittwoch an.

Neue Regierung der Salomonen sucht Annäherung an Australien

Die Salomonen galten bislang als der pazifische Inselstaat mit den engsten Beziehungen zu China. Ein 2022 geschlossener Sicherheitspakt hatte bei Nachbarstaaten und den USA für große Besorgnis gesorgt. „Die Salomonen sind Australiens Freund, waren es immer und werden es immer sein“, sagte Wale bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem australischen Ministerpräsidenten Anthony Albanese. Das Abkommen mit China habe eine Geheimhaltungsklausel enthalten.

Hintergründe des Abkommens mit China

Er habe erst in den vergangenen Tagen eine vollständige Kopie einsehen können, nachdem er bestimmte Personen aus Schlüsselpositionen entfernt habe, erklärte der Regierungschef. Albanese kündigte im Gegenzug ein Hilfspaket an, um die Salomonen bei der Bewältigung hoher Energiepreise und der Folgen eines Wirbelsturms zu unterstützen. Zudem solle die Zusammenarbeit bei der Polizei ausgebaut werden.

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Wale ist ein langjähriger Oppositionspolitiker, der bereits in der Vergangenheit Kritik an China geübt hatte. Er ist erst seit knapp drei Wochen im Amt. Der Inselstaat liegt rund 1600 Kilometer nordöstlich von Australien und ist von großer strategischer Bedeutung. Eine Stellungnahme des chinesischen Außenministeriums lag zunächst nicht vor.

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