Republikaner fordert Rücktritt von US-Handelsminister wegen Epstein-Kontakten
Der US-Handelsminister Howard Lutnick gerät zunehmend in Bedrängnis. Neue Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein legen enge Verbindungen nahe, die der Minister bisher bestritten hat. Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie hat nun öffentlich den Rücktritt Lutnicks gefordert und wirft ihm vor, gelogen zu haben.
Epstein-Akten belasten Lutnick
Laut den jüngst veröffentlichten Dokumenten soll Lutnick die Privatinsel Little St. James von Epstein besucht haben, die als Zentrum eines Missbrauchsrings gilt. E-Mails aus den Akten deuten darauf hin, dass der Besuch 2012 geplant und möglicherweise stattgefunden hat. Zudem berichten US-Medien von geschäftlichen Beziehungen zwischen Lutnick und Epstein, die auch nach dessen Verurteilung im Jahr 2008 fortbestanden haben sollen.
Massie, der maßgeblich an der Veröffentlichung der Akten beteiligt war, sagte dem Sender CNN: „Wenn das Großbritannien wäre, wäre er schon längst weg.“ Er forderte Lutnick auf, dem Präsidenten Donald Trump das Leben leichter zu machen und zurückzutreten.
Lutnicks Verteidigung und wachsender Druck
Howard Lutnick hatte zuvor in einem Podcast erklärt, er habe seit 2005 keinen Kontakt mehr zu Epstein gewünscht und bezeichnete ihn als „widerliche Person“. In einem kurzen Telefonat vergangene Woche beteuerte er, keine Zeit mit Epstein verbracht zu haben. Ein Vertreter des Handelsministeriums sprach von „nur sehr begrenzten“ Kontakten nach 2005.
Doch die neuen Enthüllungen erhöhen den Druck auf den Minister, auch aus den eigenen Reihen der Republikaner. Der Fall Epstein, der 2019 in Haft starb, nachdem er einen Missbrauchsring betrieben hatte, zieht weiter Kreise und hat bereits in Großbritannien zu personellen Konsequenzen geführt.
Die politische Landschaft in den USA scheint jedoch Skandale oft auszusitzen, wie Massie kritisiert. Ob Lutnick den Forderungen nachgibt, bleibt ungewiss, doch die Debatte um Transparenz und Verantwortung hält an.



