Leiche 130 Tage versteckt – nun pompöser Abschied
Die Leiche des getöteten iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei lag 130 Tage an einem geheimen Ort. Jetzt inszeniert das Regime eine pompöse Beerdigung, die zur Machtdemonstration eines trotzig überlebenden Regimes werden soll. Sechs Tage Trauer, eine Reise der Leiche durch fünf Städte und 20 Millionen Trauernde sind geplant.
Details der Trauerfeierlichkeiten
Die Beerdigung beginnt mit einer ersten Zeremonie in Teheran, wo Khameneis Leichnam aufgebahrt wird. Anschließend wird der Sarg durch fünf Städte des Landes gefahren, darunter Maschhad und Qom. In jeder Stadt sollen Massenaufläufe die Treue zum Regime demonstrieren. Die Behörden erwarten insgesamt bis zu 20 Millionen Trauernde.
Politische Bedeutung
Die Inszenierung dient laut Analysten dazu, die Stabilität des Regimes nach dem Tod Khameneis zu betonen. Nichts soll an die blutige Niederschlagung der Proteste im Januar erinnern, bei der laut Menschenrechtsorganisationen über 1.000 Demonstranten getötet wurden. Die Trauerfeier ist ein Versuch, die Einheit der Nation zu beschwören.
Reaktionen und Kritik
Internationale Beobachter kritisieren die Kosten der Feierlichkeiten. Ein Regierungssprecher verteidigte die Ausgaben: „Die Ehrung unseres Führers ist von unschätzbarem Wert.“ Oppositionsgruppen im Exil riefen zu Boykott auf, doch im Land selbst gibt es kaum offenen Widerstand.



