Mossad-Chef Barnea: Regimewechsel im Iran würde ein Jahr dauern – interne Kritik eskaliert
Mossad-Chef: Iran-Regimewechsel dauert ein Jahr – Kritik eskaliert

Mossad-Chef prognostiziert einjährigen Regimewechsel im Iran – interne Kritik nimmt zu

Hinter den verschlossenen Türen der israelischen Machtzentren brodelt es gewaltig. Neue Enthüllungen zeigen, dass Mossad-Chef David Barnea (60) dem israelischen Kabinett bereits am Vorabend des Iran-Krieges eine brisante Einschätzung lieferte. Seine Prognose lautete, dass ein möglicher Umsturz im Iran höchstwahrscheinlich ein volles Jahr in Anspruch nehmen würde. Zwar wurden auch kürzere Szenarien diskutiert, doch die Ein-Jahres-Variante galt unter Experten als die realistischste und fundierteste Bewertung der Lage.

Gezielte Attacken gegen Barnea nehmen zu

In den vergangenen Tagen ist der interne Streit jedoch eskaliert. Unbekannte Quellen werfen dem Mossad-Chef nun vor, sowohl Israel als auch die USA in der Frage eines Regimewechsels im Iran bewusst in die Irre geführt zu haben. Diese gezielten Attacken häufen sich und zielen laut Berichten der Jerusalem Post darauf ab, seine Position zu verschleiern und ihn zum Sündenbock zu machen – insbesondere für den Fall, dass der angestrebte Umsturz scheitert oder sich unerwartet in die Länge zieht.

Besonders brisant ist die Herkunft dieser Quellen, die einem gemeinsamen Bericht von Channel 12 und der New York Times zugrunde liegen. Sie könnten aus dem unmittelbaren Umfeld von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76), aus dem Lager um US-Präsident Donald Trump (79) oder sogar aus hochrangigen Militärkreisen stammen. Alle beteiligten Akteure stehen unter erheblichem Druck, da der erhoffte große Durchbruch im Iran bislang ausgeblieben ist und die politischen Erwartungen nicht erfüllt wurden.

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Verteidigung von Barnea: Kein Draufgänger, sondern vorsichtiger Analytiker

Kenner des Mossad-Chefs widersprechen der scharfen Kritik jedoch deutlich. David Barnea sei bekannt dafür, seine Prognosen stets mit zahlreichen Einschränkungen und Vorbehalten zu formulieren – und trete gerade nicht als Garant für unumkehrbare Entwicklungen auf. Politisch gilt er zudem nicht als Draufgänger, sondern als loyaler Beamter, der im strikten Auftrag von Netanjahu handelt und diesen nicht zu aggressiveren Schritten drängt, als der Ministerpräsident selbst bereit ist zu gehen.

Selbst während seiner viel beachteten USA-Reise im Januar dieses Jahres habe Barnea keine eigene Agenda verfolgt, sondern alle Gespräche und Positionen seien streng mit der israelischen Regierung abgestimmt gewesen. Dabei ist Barnea keineswegs ein Neuling im Spiel mit langfristigen geopolitischen Strategien und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Analyse komplexer internationaler Konflikte.

Die anhaltenden internen Spannungen verdeutlichen, wie hoch die Erwartungen an einen schnellen Regimewechsel im Iran sind und wie sensibel die Geheimdienstbewertungen in diesem konfliktreichen Umfeld behandelt werden. Die Diskussion über die richtige Strategie und realistische Zeitrahmen bleibt damit ein zentrales Thema in den sicherheitspolitischen Debatten Israels und seiner internationalen Partner.

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