Melania Trump löst mit unkoordinierter Epstein-Erklärung politische Kontroverse aus
Melanias Epstein-Erklärung: Trump wusste von nichts

Melania Trump löst mit unkoordinierter Epstein-u00e4rung politische Kontroverse aus

Washington – Die amerikanische Öffentlichkeit rätselt über den Zeitpunkt und die Motive hinter einer überraschenden Erklärung von First Lady Melania Trump (55) zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66). Am Donnerstagabend veröffentlichte das Weiße Haus eine Stellungnahme, in der Melania Trump jegliche Verbindung zu Epstein und seiner Komplizin Ghislaine Maxwell (64) abstritt und vor „unbegründeten Lügen“ warnte. Besonders brisant: Der Inhalt war nicht mit US-Präsident Donald Trump (79) abgesprochen, was die politische Dimension der Affäre unterstreicht.

Trump außen vor: First Lady handelt eigenständig

Laut Berichten der „New York Times“ hatte Melania Trump ihren Ehemann lediglich informiert, dass sie sich an die Öffentlichkeit wenden wolle, jedoch nicht über den genauen Inhalt der Epstein-Erklärung. Für den Präsidenten kommt diese unkoordinierte Aktion zur Unzeit, da der Epstein-Fall nach mehr als einem Jahr der Kontroversen und angesichts des aktuellen Iran-Krieges aus dem politischen Fokus gerückt war. Trump hatte eigentlich einen Schlussstrich unter die Angelegenheit ziehen wollen, doch durch die Erklärung seiner Frau wurde das Thema nun erneut ins Rampenlicht gerückt.

E-Mail aus dem Jahr 2002 als Auslöser

Anlass für die Stellungnahme ist offenbar eine kürzlich aufgetauchte E-Mail aus dem Jahr 2002, in der Absender und Empfänger geschwärzt wurden. Die Nachricht beginnt mit „Liebe G!“ – vermutlich eine Ansprache an Ghislaine Maxwell – und endet mit „Love, Melania“. Darin lobt die First Lady einen Artikel über „JE“, wahrscheinlich die Abkürzung für Jeffrey Epstein, und erkundigt sich nach einem Aufenthalt in Palm Beach mit den Worten: „Ich kann es kaum erwarten, runterzufahren. Ruf mich an, wenn du wieder in New York bist.“

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Für Kritiker deuten diese Sätze auf eine Vertrautheit hin, die nicht zu dem „unverbindlichen Schriftwechsel“ passt, den Melania Trump in ihrer Erklärung eingeräumt hat. Sie betonte, weder mit Epstein noch mit Maxwell befreundet gewesen zu sein und die E-Mail lediglich als „höfliche Antwort“ auf eine triviale Notiz zu verstehen.

Harter Kurs gegen Verbindungsdarstellungen

Melania Trump geht konsequent gegen jegliche Darstellung einer Verbindung zu Epstein vor. Bereits im Oktober musste der britische Verlag HarperCollins Passagen aus einem Buch zurückziehen und sich entschuldigen, nachdem behauptet wurde, Epstein habe sie und Donald Trump einander vorgestellt. Nach ihrer Darstellung lernte sie den Finanzier erst nach Trump bei einer Veranstaltung im Jahr 2000 kennen und hatte von seinen Verbrechen keine Kenntnis. Sie betont auch, kein Opfer des Straftäters gewesen zu sein.

Forderung nach Anhörungen und Kritik von Opfern

Zum Abschluss ihrer Erklärung forderte die First Lady den Kongress auf, eine öffentliche Anhörung mit Epsteins Opfern abzuhalten. „Jede Frau sollte ihren Tag haben, an dem sie der Öffentlichkeit ihre Geschichte erzählen kann – wenn sie es wünscht“, erklärte sie. „Dann, und nur dann, werden wir die Wahrheit erfahren.“

Diese Forderung stieß jedoch auf scharfe Kritik von mehr als einem Dutzend Epstein-Opfern. In einer gemeinsamen Erklärung, die auch im Namen von Geschwistern der verstorbenen Virginia Giuffre (†41) veröffentlicht wurde, hieß es: „Überlebende von Jeffrey Epstein haben bereits außergewöhnlichen Mut bewiesen, indem sie an die Öffentlichkeit gegangen sind, Anzeigen erstattet und ausgesagt haben. Jetzt noch mehr von ihnen zu verlangen, ist eine Abwälzung von Verantwortung – keine Gerechtigkeit.“

Die unabhängige Handlung der First Lady und die daraus resultierenden Reaktionen werfen Fragen über die interne Kommunikation im Weißen Haus und die politischen Auswirkungen auf, während die Debatte um Epsteins Netzwerk weiterhin die amerikanische Gesellschaft beschäftigt.

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